Energie

Die Planer und Energieberater der sechzehn Ingenieurkammern der Länder können und wollen durch ihre Planungs- und Beratungsleistungen den erforderlichen Beitrag zur CO2-Einsparung und Ressourcenschonung bei Gebäuden leisten. Sie verfügen über die technischen Kenntnisse und Fähigkeiten, zur Erreichung eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestandes und damit auch zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung beizutragen. Für diese Tätigkeit in einem technisch anspruchsvollen Bereich werden jedoch klare und verlässliche Rahmenvorgaben benötigt.

In den einzelnen Ministerien wurden hierzu verschiedene Plattformen und Aktionsbündnisse unter Beteiligung aller Akteure – Länder, Kommunen, gesellschaftliche Gruppen und Verbände gegründet. Die Bundesingenieurkammer ist dabei u.a. bei der Energiewende Plattform Gebäude (BMWi) und dem Aktionsbündnis Klimaschutz (BMUB) beteiligt und vertritt dort die Interessen der in diesem Bereich tätigen Planer und Energieberater.

Entwurf eines Gesetzes zur Einsparung von Energie und zur Nutzung Erneuerbarer Energien zur Wärme und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz – GEG)

Die Bundesingenieurkammer begrüßt in ihrer Stellungnahme das Anliegen der Bundesregierung, das Energieeinsparrecht und die energetischen Anforderungen an Gebäude am Stand der Technik und an der Wirtschaftlichkeit zu orientieren. In diesem Zusammenhang wird die Zusammenlegung der maßgeblichen bestehenden Rechtsgrundlagen des EnEG und EEWärmeG sowie der EnEV als sinnvoll angesehen.

Für die Tätigkeit der Ingenieurinnen und Ingenieure in einem technisch anspruchsvollen Bereich fordert die Bundesingenieurkammer jedoch klare und verlässliche Rahmenvorgaben. Gerade die Wirtschaftlichkeit der durchzuführenden Maßnahmen und die einzuhaltenden Standards spielen eine wesentliche Rolle für die Akzeptanz der Bauherren und die Inanspruchnahme von Förderprogrammen. Daher hält die Bundesingenieurkammer u.a. eine konkrete Definition des Wirtschaftlichkeitsbegriffes für zwingend erforderlich.

Der Gesetzentwurf soll am 15.02.2017 vom Bundeskabinett beschlossen werden.
Die Stellungnahme der Bundesingenieurkammer finden Sie hier

Klimaschutzplan 2050

Das Bundeskabinett hat am 14. November 2016 im Umlaufverfahren den von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks vorgelegten Klimaschutzplan 2050 beschlossen.

Bereits am 6. September 2016 hatte das BMUB hat die Ressortabstimmung für den Hausentwurf des Klimaschutzplans 2050 eingeleitet. Direkt im Anschluss wurden die Bundestagsfraktionen informiert, zudem wurden Bundesländer und Verbände um Stellungnahme gebeten.

Die Bundesingenieurkammer hat im Rahmen des breit angelegten Beteiligungsprozesses ebenfalls eine Stellungnahme abgegeben, die wesentlich auf den Ergebnissen der bisher durchgeführten Sitzungen des AK Energieeffizienz basieren.

Der Klimaschutzplan 2050 beinhaltet keine gesetzliche Regelung, sondern soll die Grundlage und Leitlinie für die weitere Identifikation und Ausgestaltung der jeweiligen Klimaschutzstrategien und -maßnahmen bilden und die mit dem Klimaabkommen von Paris im April 2016 gesetzten ambitionierten Ziele ermöglichen.
Die detaillierte Stellungnahme finden Sie hier

Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 der Bundesregierung

Schon im Dezember 2014 hatte das Bundeskabinett ein umfangreiches Maßnahmenpaket zum Klimaschutz beschlossen. Bis zu 78 Millionen Tonnen Treibhausgase sollen durch das „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ der Bundesregierung in den nächsten Jahren eingespart werden. 2020 soll der Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 sinken. Um diese Zielmarke zu erreichen, hat die Bundesregierung eine ganze Reihe von Maßnahmen im „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ verabschiedet.
Ein Ziel der Bundesregierung ist es dabei u.a., bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Bereits bis 2020 sollen 14 Prozent des Endenergieverbrauchs für Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien stammen. Dafür ist eine Verdoppelung der Sanierungsrate erforderlich. Eckpunkte dieser Strategie sind Bestandteil des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE), der am 03.12.2014 von der Bundesregierung beschlossen wurde. Im Vordergrund steht dabei nicht nur die energetische Optimierung der Gebäude – vielmehr wird die optimale Nutzung des Gebäudes oder des urbanen Raumes in den Blick genommen.

Download: Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE)

Vor diesem Hintergrund wurden in den einzelnen Ministerien verschiedene Plattformen und Aktionsbündnisse unter Beteiligung aller Akteure – Länder, Kommunen, gesellschaftliche Gruppen und Verbände gegründet. So ist die Bundesingenieurkammer u.a. im Rahmen der Energiewende Plattform Gebäude (BMWi) und dem Aktionsbündnis Klimaschutz (BMUB) vertreten.

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