Am 29. Oktober 2025 traf sich der Arbeitskreis Vergabe der Bundesingenieurkammer in Berlin. Nach Ablauf der Wahlperiode von fünf Jahren konstituierte sich der Arbeitskreis turnusmäßig neu. Als Vorsitzender wurde Werner Weigl (Bayerische Ingenieurekammer-Bau) im Amt bestätigt, auch dem stellvertretender Vorsitzenden Alexander Petschulat (Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen) sprachen die Arbeitskreismitglieder erneut das Vertrauen aus.
Eine zentrale Arbeit des Arbeitskreises war und ist es, die mittelstandsfreundliche Vergabe für mehr und fairen Wettbewerb zu erhalten. So wird der Grundsatz der losweisen Vergabe als Regelfall aktuell im Gesetzgebungsvorhaben zum Vergabebeschleunigungsgesetz wieder in Frage gestellt und es gilt, Aufweichungen davon zu begrenzen.
Daneben hat sich die Bundesingenieurkammer gemeinsam mit weiteren Verbänden in den letzten Jahren für ein alternatives Beschaffungsmodells eingesetzt, das kleinen und mittelständischen Planungsbüros eine bessere Teilnahme am Markt ermöglicht. Die Beauftragung des sogenannten Burgi-Gutachtens sowie die Erläuterung mit den Kommunen, wurden ebenfalls vom Arbeitskreis initiiert. Im Rahmen der derzeit anstehenden Reform der EU-Vergaberichtlinien hat der Arbeitskreis ebenfalls eine Stellungnahme erarbeitet.
Auch Vergabebeschleunigungsgesetz und Verfahrensarten für Planungsleistungen sind aktuelle Entwicklungen, die den Arbeitskreis auch bei seiner weiteren Arbeit beschäftigen werden. Die Vertreterinnen und Vertreter der 16 Länderkammern treffen sich regelmäßig sowohl in Präsenz als auch online oder im hybriden Veranstaltungsformat.

