Die BIngK auf dem Bundeskongress Öffentliche Infrastruktur

Die Bundesingenieurkammer hat in diesem Jahr erstmals am Bundeskongress Öffentliche Infrastruktur des Behörden Spiegel in Berlin teilgenommen. Neben der Unterstützung des Formates im Rahmen einer Kooperation hat sie auch das Fachpanel „Gutes Geld – schlechte Brücken“ initiiert, das sich mit dem Zustand der Verkehrsinfrastruktur und Möglichkeiten der Finanzierung befasste. Neben dem Präsidenten der Ingenieurkammer-Bau NRW, Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, nahmen auch Vertreter des kommunalwissenschaftlichen Deutschen Instituts für Urbanistik, des Deutschen Städtetags, der DEGES sowie der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr durch ihren Abteilungsleiter für den Straßen- und Brückenbau, Karl Wiebel, an der Diskussionsrunde teil.

In seinem Eingangsstatement betonte Dr.-Ing. Bökamp, dass Sicherheit die oberste Priorität bei allen Maßnahmen im Bereich der Verkehrsinfrastruktur 20151208_115825_smallhabe. Das gelte für die Ertüchtigung genauso wie für den Neubau. Es sei zu begrüßen, dass zumindest auf Bundesebene die notwendigen Mittel nun verfügbar seien. Es müsse aber auch dafür Sorge getragen werden, dass diese auch sinnvoll eingesetzt würden. ÖPP-Lösungen dürfen dabei seitens der Öffentlichen Hand aber nicht von vorneherein privilegiert werden. Sie seien oft nicht mittelstandsfreundlich umsetzbar. Man müsse daher jeweils im Einzelfall schauen, welches Modell für die jeweilige konkrete Maßnahme die wirtschaftlichste und damit die geeignetste sei. Die Beteiligten müssten dazu jeweils im Vorfeld auch genau festlegen, was man genau in welchem Zeit- und Kostenrahmen umsetzen wolle. Nachträge seien immer ein Ärgernis und wesentlicher Faktor für Streitigkeiten beim Bau.

Einigkeit bestand bei allen Panelteilnehmern, dass in Deutschland ein großer Bedarf an Absolventen von Bauingenieurstudiengängen bestehen würde. Wie bereits von der Daehre- und der Bodewig-Kommission gefordert, müssen hier dringend Aktivitäten für mehr Nachwuchskräfte entwickelt werden, um die anstehenden Herausforderung im Bereich Infrastrukturausbau und -ertüchtigung bewältigen zu können.

weitere Informationen: http://www.oeffentliche-infrastruktur.de

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