Positionspapier der BIngK zur HOAI

Am 16. Juli 2013 wurde die Neufassung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) im Bundesgesetzblatt verkündet. Sie gilt damit verbindlich für neue Verträge, die ab dem 17. Juli 2013 abgeschlossen wurden. Der Bundesrat hat am 7. Juni 2013 der siebten Änderung der HOAI zugestimmt und gleichzeitig einen Entschließungsantrag für die neue Legislaturperiode verabschiedet. Zuvor hatte die Bundesregierung die neue HOAI am 24. April 2013 verabschiedet.

Um die HOAI europarechtskonform zu machen, war es erforderlich, den Anwendungsbereich auf Planungsbüros mit Sitz im Inland zu beschränken.

Bei der vorhergehenden Novellierung der HOAI im Jahre 2009 wurden jedoch die Ingenieurleistungen Umweltverträglichkeitsstudie, Thermische Bauphysik, Geotechnik, Ingenieurvermessung und Örtliche Bauüberwachung für Ingenieurbauwerke und Verkehrsanlagen fälschlicherweise als „Beratungsleistungen“ bezeichnet. Bei der Novellierung der HOAI im Jahr 2013 führte diese unrichtige Bezeichnung zu einer erneuten Ausgliederung regulärer Ingenieurleistungen aus dem verbindlichen Teil der HOAI in die unverbindliche Anlage 1 zur HOAI 2013.

Diese Entscheidung diskriminiert aus Sicht der Bundesingenieurkammer mehrere Ingenieurdisziplinen, gefährdet die Qualität am Bau, führt zu Dumpinglöhnen und verschärft den Nachwuchsmangel. Es besteht daher dringend politischer Handlungsbedarf. Aus diesem Grund hat die Bundesingenieurkammer die Broschüre “Fortschreibung der HOAI 2013 – Gerechte Rahmenbedingungen für alle Planer” entwickelt.

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