Potenzial für zusätzlichen Wohnraum | BIngK an Studie beteiligt

Gemeinsam mit 15 weiteren Verbänden hat die Bundesingenieurkammer am 27. Februar 2019 in Berlin auf einer Pressekonferenz eine Studie vorgestellt, die das Potenzial für 1,2 Millionen zusätzliche Wohnungen durch Aufstocken, Umnutzung und Bebauung von Fehlflächen aufzeigt.

Der Fokus der Studie liegt auf „Nichtwohngebäuden“, wie eingeschossigen Einzelhandels- und Discounter-Märkten, Büro- und Verwaltungsgebäuden oder Parkhäusern. Die von Prof. Karsten Tichelmann (TU Darmstadt) erstellte Studie stellt anhand von 20 Best-Practice-Beispielen dar, wie ein wesentlicher und qualitätsvoller Beitrag zum Wohnungsmarkt in urbanen Räumen geschaffen werden kann. Die Bundesingenieurkammer und weitere Verbände haben die für die Umsetzung erforderlichen Rahmenbedingungen erarbeitet.

Diese sind u.a.:

  • Erleichterung von Genehmigungsverfahren
  • Zulassen der Überschreitung der zulässigen Geschossflächenzahl (GFZ) für Aufstockungen ohne Ausgleichsmaßnahmen
  • Reduzieren von Anforderungen (z.B. im Bereich Schall, Wärme, Barrierefreiheit), wenn die statischen und technischen Voraussetzungen nachgewiesen werden
  • Anpassung von Trauf- oder Firsthöhen

Neben der Tragwerkstruktur sind bei der Aufstockung von Nichtwohngebäuden weitere Aspekte aus der Bauphysik zu berücksichtigen. Darüber hinaus sind energetische Richtlinien sowie Brandschutz- und Schallschutzanforderungen für die bestehenden Nichtwohngebäude und die neuen Wohnungen zu erfüllen.

Weitere Informationen zu der Studie:

Baupolitischen Forderungen der Verbände

Deutschlandstudie 2019 als Kurzfassung

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