Bundesingenieurkammer ist Allianz für eine wasserbewusste Stadtentwicklung beigetreten

Bundesingenieurkammer ist Allianz für eine wasserbewusste Stadtentwicklung beigetreten

Bundesingenieurkammer ist Allianz für eine wasserbewusste Stadtentwicklung beigetreten 1920 1080 Bundesingenieurkammer

Klimawandel, Versiegelung und wachsende Städte verschärfen den Umgang mit Wasser. Starkregen überlastet Kanäle, Hitzeperioden trocknen Böden aus und Trinkwasser wird regional knapp. Wasserbewusste Stadtentwicklung reagiert darauf, indem sie Wasser als gestaltendes Element begreift – nicht als Problem, das möglichst schnell über Leitungssysteme abgeführt werden muss.

Kernprinzip ist der natürliche Wasserkreislauf in der Stadt: Regenwasser wird vor Ort zurückgehalten, versickert oder verdunstet. Gründächer, Schwammstadt-Konzepte, offene Mulden und entsiegelte Flächen kühlen die Stadt, mindern Überflutungsrisiken und verbessern die Biodiversität. Gleichzeitig entlasten sie die Infrastruktur und sparen langfristig Kosten. So verbindet nachhaltiges Bauen Klimaanpassung, Ressourcenschutz und Lebensqualität.

Eine Schlüsselrolle übernehmen Verkehrs- und Stadtplaner:innen sowie Ingenieur:innen des Wasserbaus und der Siedlungswasserwirtschaft. Planer:innen integrieren Wasser frühzeitig in Quartiers- und Freiraumkonzepte, verknüpfen Nutzungen und schaffen Räume, die sowohl funktional als auch resilient sind. Fachingenieur:innen entwickeln die technischen Lösungen: vom Regenwassermanagement über wassersensible Straßenprofile bis hin zu innovativen Speicher- und Wiederverwendungssystemen. Durch innovative Materialien und Bauweisen sorgen sie dafür, dass Bauwerke, Straßen und Plätze gegen Starkregenereignisse gerüstet sind. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Überflutungsvorsorge, zur Kühlung des Stadtklimas und zur Schonung der Kanalnetze.

Nur wenn die beteiligten Fachdisziplinen bei Planung und Technik sowie die Politik und Gesellschaft zusammenspielen, entsteht eine wasserbewusste Stadtentwicklung. Die Bundesingenieurkammer ist Ende 2025 der „Allianz für eine wasserbewusste Stadtentwicklung“ beigetreten und wird sich aktiv in die Arbeit der Allianz einbringen.

„Blau-grüne Infrastruktur verbindet Wasser und Grün zu einem wirksamen Schutzschild gegen Hitze, Starkregen und den Verlust urbaner Lebensqualität. Wasserbewusste Stadtentwicklung bedeutet, Wasser nicht länger zu verdrängen, sondern es als natürlichen Partner für klimaresiliente, lebenswerte Städte zu verstehen.“

Christoph F.-J. Schröder, Vorstandsmitglied der Bundesingenieurkammer

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