Das neue Jahrbuch „Ingenieurbaukunst“ zeigt wieder eine Auswahl der wichtigsten aktuellen Bauwerke Made in Germany und diskutiert die Zukunft des Planens und Bauens. Herausgegeben von der Bundesingenieurkammer werden damit die Leistungen des deutschen Bauingenieurwesens dokumentiert. Die beteiligten Ingenieurinnen und Ingenieure beschreiben die bautechnischen Herausforderungen und erläutern die konkreten Lösungen bei Planung und Ausführung. Das Jahrbuch Ingenieurbaukunst 2026 ist eine Hommage an das Bauingenieurwesen, ein Forum für aktuelle Debatten rund um das Planen und Bauen – diesmal insbesondere zur Ingenieurbaukunst der Stadt.
Ingenieurbaukunst ist die stille Intelligenz der Stadt – sichtbar in Brücken, Mauern und Gebäuden, spürbar durch Funktion und Sicherheit. Sie prägt nicht nur die Stadt, sondern ermöglicht das urbane Leben selbst. Auch im Jahrbuch Ingenieurbaukunst 2026 werden wieder interessante Bauwerke, die von Ingenieurinnen und Ingenieuren aus Deutschland geplant und gebaut wurden, mit kurzen Beiträgen durch diese selber vorgestellt.
So berichten zum Beispiel str.ucture über den Deutschen Pavillon der Expo Osaka 2025, Bollinger+Grohmann über den schwebenden Beton des Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden, WTM Ingenieure München über die Nutzungsverlängerung der Alzbrücke Seebruck, Carbocon über eine Sporthalle in Dresden mit vorgespannten Carbonbetonträgern und -platten oder wh-p Ingenieure über den Holzwohnungsbau im Hospitalquartier in Biberach sowie das Ingenieurbüro Grassl über die U81 Stadtbahnbrücke in Düsseldorf.
Unsere gebaute urbane Umwelt wird mit ganz unterschiedlichen Aufgaben auch maßgeblich von uns Ingenieur:innen gestaltet – die Ingenieurbaukunst der Stadt. Über Verkehrsinfrastruktur, die für die Mobilität der Zukunft fit gemacht werden müssen, berichten Marko Bida und Christoph Steffan von Schüßler-Plan und Bartolomiej Halaczek von Knight Architects sowie Stefan Nübler von LAP zum Planen für den Klimawandel und wie unsere Infrastruktur resilient und inklusiv wird. Neue Herausforderungen und Chancen für Nachbarschaften, Straßen und Plätze stellt die blau-grüne Infrastruktur dar, so Prof. Wolfgang Dickhaut von der HCU Hamburg, Johanna Reisch von Henning Larsen sowie Susanne Tettinger und Stephan Ellerhorst von Sweco. Über die Kunst des Schattenmachens mittels Mikroklimaadaption mit Leichtbau-Strukturen berichtet Prof. Stephan Engelsmann von Engelsmann Peters. Die Wiederverwendung von Tragwerken hat zwei Seiten: die erneute Nutzung von bestehenden (Stahl-)Konstruktionen – dazu Clea Kummert, Jana Nowak, Prof. Thorsten Helbig von knippershelbig – sowie die Planung und Ausführung neuer (Holz-Beton)-Bauteile für den Wiedereinsatz – dazu Stefan Behring, Raphaela Mersmann und Dr. Jan L. Wenker von Brüninghoff sowie Prof. Anja Rosen von der FH Münster.
