Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) legte am 1. Juni 2026 erstmals seinen Monitoringbericht zum Mittelabfluss des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität vor. Der Bund setzt damit auf mehr Transparenz gegenüber Wirtschaft und Bevölkerung. Die Investitionskontrolle soll helfen, Fehlentwicklung früh zu adressieren. Kernstück ist ein öffentlich zugängliches Dashboard, das den Einsatz der Mittel künftig nachvollziehbarer machen soll.
Dem Monitoringbericht zufolge wurden 2025 insgesamt 24 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ausgezahlt. Geplant waren ursprünglich 37,2 Milliarden Euro. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums ist die geringere Inanspruchnahme vor allem auf die späte Schaffung der rechtlichen und haushalterischen Voraussetzungen zurückzuführen.
Von den ausgezahlten Mitteln entfielen 14 Milliarden Euro auf die Bundessäule und 10 Milliarden Euro auf den Klima- und Transformationsfonds. Die Investitionsausgaben des Bundes stiegen damit gegenüber dem Vorjahr um rund 17 Prozent. Schwerpunkte waren unter anderem die Schieneninfrastruktur, die Erhaltung von Brücken und Tunneln, Investitionen in Krankenhäuser sowie Maßnahmen zur Digitalisierung und zum Breitbandausbau.

BMF startet Dashboard Sondervermögen
Mit dem neuen Monitoring will das Finanzministerium die Wirkung der Investitionen systematisch erfassen und regelmäßig bewerten. Dafür sollen künftig Kennzahlen zu Mittelabfluss, Projektfortschritt und wirtschaftlichen Effekten veröffentlicht werden. Nach Angaben des Ministeriums geht das Konzept deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und orientiert sich an internationalen Standards einer wirkungsorientierten Haushaltssteuerung.
Das ergänzende Dashboard soll die Entwicklung der Investitionen fortlaufend sichtbar machen und Bürgerinnen und Bürgern, Parlament sowie Fachöffentlichkeit einen transparenten Einblick in die Verwendung der Mittel ermöglichen. Ziel ist es, die Umsetzung der Investitionsoffensive nachvollziehbar zu dokumentieren und bei Bedarf frühzeitig nachzusteuern.
