Brückenbaupreis

Wettbewerbsvorteil Künstliche Intelligenz – Wenn German Angst zum Risiko wird

Wettbewerbsvorteil Künstliche Intelligenz – Wenn German Angst zum Risiko wird 1920 1080 Bundesingenieurkammer

Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt sich rasant vom Experiment zur Schlüsseltechnologie. Unternehmen, die KI produktiv einsetzen, steigern Effizienz, Qualität und Innovationsgeschwindigkeit. International gilt der Einsatz von KI längst als strategischer Wettbewerbsvorteil. In Deutschland hingegen begegnen gerade gut ausgebildete Fachkräfte dieser Technologie häufig mit Skepsis. Im Vergleich zu anderen Industrienationen ist die Zurückhaltung auffällig – und sie droht zum Standortnachteil zu werden.

Dabei ist ausgerechnet das Fachwissen deutscher Spezialisten aus dem Ingenieurwesen, entscheidend für den sinnvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Algorithmen liefern Ergebnisse, doch sie ersetzen kein Fachurteil. Ingenieure und Ingenieurinnen und die wissenschaflich Tätigen im Bausektor werden benötigt, um Resultate einzuordnen, Plausibilität zu prüfen und Risiken zu bewerten. KI entfaltet ihren Nutzen nicht autonom, sondern im Zusammenspiel mit menschlicher Expertise. Wer sich dem Einsatz verweigert, überlässt den Markt für Ingenieurleistungen den Mitbewerbern sowie anderen Ländern.

Die eigentliche Gefahr besteht nicht in der Technologie selbst, sondern im Verlust des Anschlusses. Während Wettbewerber KI in der technischen Planung und im Prozessmanagement integrieren, riskieren die anderen Ingenieurbüros, den technologischen Takt nicht mehr mitzugehen. Skepsis darf nicht zu Stillstand führen. Kritisches Denken und Hinterfragen ist wichtig – aber es muss von Gestaltungswillen begleitet werden.

Besonders problematisch wäre es, wenn sich die Zurückhaltung in der Ausbildung und Weiterbildung fortsetzt. Hochschulen und technische Universitäten tragen Verantwortung, KI nicht nur theoretisch zu behandeln, sondern praktisch anzuwenden. Wer junge Talente ohne fundierte KI-Kompetenz ausbildet, schwächt langfristig die Innovationskraft des Standorts und verschärft den Fachkräftemangel. Gleiches gilt für Unternehmen, die Weiterbildung diesbezüglich vernachlässigen und damit wertvolles Potenzial ungenutzt lassen.

Künstliche Intelligenz ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug. Richtig eingesetzt, erhöht sie Produktivität, unterstützt Entscheidungen und eröffnet neue Geschäftsmodelle. Das Bauwesen verfügt über exzellente Ingenieurinnen und Ingenieure – doch ihr Wissen muss mit neuen Technologien verbunden werden. Wettbewerbsvorteile entstehen nicht durch Abwarten, sondern durch Veränderungsbereitschaft und Gestaltungswille.

Dipl.-Ing. Wilhelmina Katzschmann
Vorstandsmitglied der Bundesingenieurkammer


Im Rahmen der digitalBAU 2026 lädt die Bundesingenieurkammer zu einer eigenen Veranstaltung „KI in Ingenieurbüros – Chance, Risiko oder Pflicht?“

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, wie Künstliche Intelligenz Planungsbüros bereits heute konkret unterstützen kann und welche Potenziale für den zukünftigen Einsatz von KI gesehen werden. Ein Impulsvortrag gibt den thematischen Einstieg, bevor erfahrene Vertreterinnen und Vertreter aus der Praxis auf der Bühne in einer Paneldiskussion ihre Perspektiven, Erfahrungen und Einschätzungen zur Digitalisierung und zum KI-Einsatz in der Planung teilen.

„KI im Ingenieurbüro: Chance, Risiko oder Pflicht?“
Donnerstag, 26.03.2026, 11:00 – 12:00 Uhr
Neo Stage (Halle 8 am Messezugang Nord, Stand 127)

Das Panel

  • Anna Heimrath, Leitung BIM + Konstruktion bei Bollinger+Grohmann
  • Markus Kramer, Inhaber des Ingenieurbüros Kramer für Tragwerksplanung und Vorsitzender des Arbeitskreises Digitalisierung der Bundesingenieurkammer
  • Prof. Michael Kraus, Lehrstuhl für Baustatik an der TU Darmstadt und Gesellschafter des Ingenieurbüros ZM-I
  • Ljuba Tascheva, Design Technology bei Bollinger+Grohmann

Deutscher Brückenbaupreis 2027: Einreichungsphase gestartet

Deutscher Brückenbaupreis 2027: Einreichungsphase gestartet 1920 1440 Bundesingenieurkammer
Ingenieurinnen und Ingenieure können ab sofort ihre Projekte für den Deutschen Brückenbaupreis 2027 einreichen

Die Einreichungsphase für den Deutschen Brückenbaupreis 2027 ist heute offiziell gestartet. Mit dem Wettbewerb zeichnen die Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure VBI herausragende Ingenieurleistungen im Brückenbau aus. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Verkehr. 

Der Deutsche Brückenbaupreis gilt als höchste Auszeichnung in diesem Fachgebiet und wird 2027 zum elften Mal vergeben. Gesucht werden Brückenbauwerke, die in den vergangenen fünf Jahren fertiggestellt wurden und durch technische Qualität, gestalterische Stärke, innovative Lösungen und nachhaltige Planung überzeugen. 

Zwei Kategorien und ein Sonderpreis 

Der Wettbewerb wird in zwei Hauptkategorien ausgeschrieben:

  • Straßen- und Eisenbahnbrücken
  • Fuß- und Radwegbrücken 

Darüber hinaus wird erneut der Sonderpreis Nachhaltigkeit vergeben. Er würdigt Projekte, die in besonderer Weise Lösungen für ressourcenschonendes und klimabewusstes Bauen entwickeln und umsetzen. 

Ingenieurleistungen sichtbar machen 

Brücken prägen Räume oft über Generationen hinweg. Sie verbinden Regionen, sichern Mobilität und stehen zugleich im öffentlichen Blick. Der Deutsche Brückenbaupreis macht sichtbar, welche Qualität Ingenieurinnen und Ingenieure sowohl im Neubau als auch im Umgang mit bestehender Infrastruktur erreichen. 

Die Jury bewertet die eingereichten Projekte unter anderem nach Gestaltung, Funktionalität, Konstruktion, Innovation, Planungs- und Bauverfahren, Nachhaltigkeit sowie Wirtschaftlichkeit. 

Einreichung bis 30. Juni 2026 möglich 

Ingenieurinnen und Ingenieure sind eingeladen, ihre Projekte für den Wettbewerb einzureichen. Die Auslobungsunterlagen und Teilnahmebedingungen stehen auf der Wettbewerbswebsite bereit. 

Einsendeschluss ist der 30. Juni 2026.
Weitere Informationen und Unterlagen:
www.brueckenbaupreis.de 

Die Preisverleihung des Deutschen Brückenbaupreises 2027 findet am 10. März 2027 in Dresden statt – traditionell am Vorabend des Dresdner Brückenbausymposiums. 

Film: HELLO STUDIO W

Mit dem Deutschen Brückenbaupreis werden herausragende Ingenieurleistungen im Brückenbau gewürdigt und ihre Bedeutung für die Baukultur hervorgehoben. Der ideelle Preis wird alle zwei Jahre für ein fertiggestelltes Brückenbauwerk in zwei Kategorien vergeben. Der 2006 von der Bundesingenieurkammer und dem Verband Beratender Ingenieure VBI ins Leben gerufene Deutsche Brückenbaupreis zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen für Bauingenieurinnen und Bauingenieure in Deutschland und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Verkehr.

Bundesingenieurkammer: Einspruch zu Normungsverfahren bei Rauchmeldern

Bundesingenieurkammer: Einspruch zu Normungsverfahren bei Rauchmeldern 1820 1024 Bundesingenieurkammer

Die Bundesingenieurkammer hat Einspruch gegen das Normungsverfahren zur DIN 14676-2 eingelegt. Im Entwurf der DIN 14676-2 Rauchwarnmelder für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung soll eine neue „Fachkraft für Rauchwarnmelder“ etabliert werden – inklusive konkreter Anforderungen an Qualifikationen und Kompetenznachweise. Zudem soll neu eine verpflichtende betriebliche Dokumentation eingeführt werden.

Generell ist derzeit auch in anderen Bereichen der Normung – wie bereits kürzlich im Entwurf einer DAfStb-Richtlinie „Bauwerksdiagnostik“  – der wiederholte Versuch zu beklagen, Anforderungen an die Qualifikation von Planern im Rahmen einer technischen Norm zu regeln. Hier obliegt allein dem Gesetzgeber im Rahmen des Bauordnungsrechts die Regelungsbefugnis. Auch seitens der Verbände der Bau- und Wohnungswirtschaft sowie seitens des Bayerischen Bauministers Christian Bernreiter wurde der komplette Rückzug des Entwurfs der DIN 14676-2 gefordert .

Über den weiteren Verlauf des Einspruchsverfahrens werden wir berichten.

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