Jahresumfrage zur wirtschaftlichen Lage der Ingenieure und Architekten

Ingenieur- und Architekturbüros rechnen mit einer guten Auftragslage. Dies ergab eine Umfrage zur wirtschaftlichen Situation der Ingenieure und Architekten, die am 24. November 2016 im Rahmen der AHO-Herbsttagung in Berlin vorgestellt wurde.

So gehen im Bereich der angestellten Ingenieure und Architekten mehr als die Hälfte der befragten Büros (53,2 Prozent) von einem gesteigerten Personalbedarf im kommenden Jahr aus. Auch für technische Mitarbeiter nehmen 34,1 Prozent der Befragten einen zusätzlichen Personalbedarf an. Ein Viertel gibt an, im Bereich der freien Mitarbeiter ebenfalls zusätzliche Stellen schaffen zu müssen.

„Diese Zahlen freuen uns natürlich sehr. Umso wichtiger ist es, den Ingenieur-Nachwuchs gezielt zu fördern. Das beginnt schon mit der Stärkung der MINT-Fächer in den Grundschulen. Aber auch die Universitäten und Hochschulen sind gefragt. Es ist nicht hinnehmbar, dass im Bauingenieurwesen noch immer mehr als die Hälfte der Studierenden keinen Abschluss machen“, kommentierte der Präsident der Bundesingenieurkammer, Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer, die Ergebnisse der Umfrage. „Um einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, müssen Universitäten und Hochschulen Rahmenbedingungen schaffen, um entsprechend qualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure auszubilden und den Studierenden bestmögliche Bedingungen zu bieten“, so Kammeyer weiter.

Die Umfrage zur wirtschaftlichen Situation der Ingenieure und Architekten wurde von der Bundesingenieurkammer, dem Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e.V. (AHO), dem Verband Beratender Ingenieure (VBI) sowie dem Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. (BDB) in Auftrag gegeben und Mitte 2016 vom unabhängigen Institut für Freie Berufe (IFB) durchgeführt. Daran beteiligt hatten sich insgesamt 504 Ingenieur- und Architekturbüros. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um etwa 36 Prozent dar. Die Untersuchung zu den wirtschaftlichen Kennziffern bezieht sich auf das Wirtschaftsjahr 2015.

Die detaillierten Ergebnisse der Jahresumfrage finden Sie hier

 Bildquelle: I-vista  / pixelio.de

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