Bundesstiftung Baukultur
Baukultur geht über die Gestaltung von Gebäuden weit hinaus und umfasst beispielsweise auch den Städtebau und die Ortsplanung, die Gestaltung von Verkehrsbauwerken durch Ingenieure sowie insbesondere natürlich auch die Kunst am Bau und die Kunst im öffentlichen Raum. Als erweiterter Kulturbegriff stützt sich die Identität der Baukultur auf die Geschichte und Tradition eines Landes oder einer Region.
Nicht zuletzt durch die Arbeit der Bundesstiftung Baukultur wird dem Themenfeld Baukultur in der Politik und der Öffentlichkeit zunehmend immer mehr Beachtung geschenkt. Die Bundesstiftung Baukultur versteht sich als Plattform für bundesdeutsche und internationale Akteure der Baukultur. Ihr Anspruch als Kommunikationsstiftung ist es auch , sich für die Belange der Baukultur einzusetzen und die Öffentlichkeit für ihre gebaute Umwelt zu sensibilisieren.
Die Bundesstiftung Baukultur veröffentlicht jährlich den Baukulturbericht. Der Bericht sei eine wesentliche Grundlage für die weitere baupolitische Diskussion. Teil des Berichts sind die Ergebnisse aus Expertengruppen, einer Kommunal- sowie einer von forsa durchgeführten Bevölkerungsumfrage, die im ebenfalls vorliegenden Begleitband Baukulturbarometer dokumentiert sind.
Die Bundesingenieurkammer ist im Rahmen jeweils durchgeführten Baukulturwerkstätten als ideeller Partnerin in die Erarbeitung der aktuellen Baukulturberichte eingebunden. Darüber hinaus ist die BIngK aktives Mitglied im Förderverein der Bundesstiftung Baukultur.
Bundesstiftung Bauakademie
Im Jahr 2019 wurde die Bundesstiftung Bauakademie als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Sie wird das zukünftige Bauakademie-Gebäude am Standort der ehemaligen Schinkelschen Bauakademie in Berlin-Mitte betreiben. Gemeinsam mit Kooperationspartner*innen wird sie eine Plattform bilden, die die gesellschaftliche, technische und kulturelle Innovationskraft des Bauens stärken soll. Die Bundesstiftung Bauakademie wirkt als professionelle Institution im öffentlichen Auftrag. Ohne Eigeninteressen zielt ihr Wirken auf die Unterstützung der erforderlichen Transformationsprozesse im Planen und Bauen hin zu einer nachhaltigen Baupraxis. Dabei baut sie Brücken zwischen der Bauforschung, der Bauwirtschaft und der Baupolitik.
Mit Veranstaltungen und Ausstellungen führt die Bundesstiftung Bauakademie die interessierte Öffentlichkeit, insbesondere junge Menschen, an das Bauwesen heran, schafft Foren für den produktiven Austausch zwischen Bauwirtschaft, Wissenschaft und Politik und erforscht in Reallaboren die baulichen und stadtplanerischen Herausforderungen der Zukunft.
Die Bundesingenieurkammer ist Mitglied im Beirat der Stiftung.
Im Rahmen des Bündnisses bezahlbarer Wohnraum wurde im Herbst 2022 die Einrichtung des Runden Tischs „Serielles, modulares und systemisches Bauen“ (smsB) sowie einer Geschäftsstelle unter Leitung des Bundesbauministeriums (BMWSB) als Maßnahme Nr. 2.19 beschlossen. Zielsetzung des Runden Tischs smsB ist es, durch die Entwicklung von Vorschlägen und Maßnahmen die Anwendung serieller, modularer und systemischer Bauweisen in der Baupraxis zu stärken – und damit die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum zu beschleunigen. Die Bundesingenieurkammer beteiligt sich an dem Dialogformat.