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Zweite Amtszeit für Heinrich Bökamp als Präsident der Bundesingenieurkammer

Zweite Amtszeit für Heinrich Bökamp als Präsident der Bundesingenieurkammer 150 150 Bundesingenieurkammer

Chemnitz, 19. September 2025. Dr.-Ing. Heinrich Bökamp wurde am 19. September 2025 als Präsident der Bundesingenieurkammer wiedergewählt. Die Bundesingenieurkammerversammlung sprach dem Präsidenten für eine zweite Amtszeit bis 2030 ihr Vertrauen aus. Ebenfalls für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt wurde das sechsköpfige Vorstandsgremium.

Heinrich Bökamp ist seit 2009 Präsident der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen, mit rund 11.000 Mitgliedern die größte Ingenieurkammer in Deutschland. Nach seiner Wahl in Chemnitz betonte er: „Marode Infrastrukturen, eine Wohnungsbaukrise und langwierige Planungsverfahren sind Herausforderungen, die Politik und Staat in den nächsten Jahren effektiv adressieren müssen. Die Transformation des Bauwesens ist ein zentraler Baustein für das Erreichen der Klimaziele. Die Expertise und Innovationskraft des Ingenieurwesens sind dafür das Fundament. Der Fachkräftemangel darf dabei nicht zum Stolperstein werden. So fördern wir Kammern als Selbstverwaltungsorgane zielgerichtet den Berufsstand und sind dessen Sprachrohr. Die Aufgaben, mit denen wir uns aktuell konfrontiert sehen, sind gewaltig. Ich freue mich jedoch, als Präsident der Bundesingenieurkammer mit dem neugewählten Vorstand zum Fortschritt unserer Gesellschaft beitragen zu dürfen.“

Die Bundesingenieurkammer (BIngK) vertritt die gemeinschaftlichen Interessen der 16 Länderingenieurkammern. Seit mehr als 30 Jahren setzt sie sich bundesweit und auf europäischer Ebene für die Belange von mehr als 45.000 Ingenieurinnen und Ingenieuren ein.

Bei den turnusmäßig stattfindenden Vorstandswahlen wurde Dipl.-Geol. Sylvia Reyer-Rohde (Ingenieurkammer Thüringen) als Vizepräsidentin der Bundesingenieurkammer und Dipl.-Ing. Ingolf Kluge (Ingenieurkammer Hessen) als Vizepräsident der Bundesingenieurkammer für eine weitere Amtszeit bestätigt. Erneut in den Vorstand der Bundesingenieurkammer gewählt wurden Dipl.-Ing. (FH) Wilhelmina Katzschmann (Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz), Prof. Dr.-Ing. Helmut Schmeitzner (Baukammer Berlin), Dr.-Ing. Ulrich Scholz (Bayerische Ingenieurekammer-Bau) und Dipl.-Ing. Christoph F. J. Schröder (Hamburgische Ingenieurkammer-Bau).

Die Wahlen fanden während der 76. Bundesingenieurkammerversammlung in Chemnitz statt. Zweimal jährlich treten Präsidentinnen und Präsidenten sowie Delegierte aus den Länderingenieurkammern zur Bundesingenieurkammerversammlung (BKV) zusammen. Das höchste Beschlussorgan der deutschen Ingenieurinnen und Ingenieure verabschiedet Leitlinien der Berufspolitik, beschließt den BIngK-Haushalt und wählt alle fünf Jahre den Vorstand.

Ergänzend zu den Vorstandwahlen wurden der Haushaltsausschuss sowie die Rechnungsprüferin und der Rechnungsprüfer neu gewählt.

Fotomaterial zum Download 

Copyright: BIngK

Weitere Motive stellen wir gerne zur Verfügung: haemmerle@bingk.de

Arena – gut überDACHt: Schülerwettbewerb der Ingenieurkammern ist gestartet

Arena – gut überDACHt: Schülerwettbewerb der Ingenieurkammern ist gestartet 150 150 Bundesingenieurkammer

Berlin, 13. August 2025. Der bundesweite Schülerwettbewerb „Junior.ING“ der Ingenieurkammern geht in eine neue Runde. Ab sofort sind wieder kreative Nachwuchstalente aufgerufen, sich zu beteiligen. Ob Theater, Konzert, Spiel oder Sport, viele Erlebnisse finden draußen statt. Damit dabei niemand im Regen steht oder in der Sonne schmort, braucht es kluge Ideen: eine Überdachung, die schützt, ohne den Blick auf das Geschehen zu versperren. Genau das ist die Aufgabe des diesjährigen Schülerwettbewerbs mit dem Motto „Arena – gut überDACHt“. Bei der Gestaltung sind Fantasie und technisches Wissen gefragt. Die Dachkonstruktion muss eine Last von mindestens 250g tragen und einer Windbelastung standhalten, die mit einem Föhn simuliert wird. Anmeldeschluss ist der 19. Dezember 2025.

Zugelassen sind Einzel- und Gruppenarbeiten von Schülerinnen und Schülern allgemein- und berufsbildender Schulen. Ausgeschrieben ist der Wettbewerb in zwei Alterskategorien: Kategorie I bis Klasse 8 sowie Kategorie II ab Klasse 9. Im ersten Schritt loben die 16 Ingenieurkammern den Wettbewerb für ihr Bundesland aus. Die Siegerinnen und Sieger der Landeswettbewerbe nehmen dann am Bundesentscheid teil und können sich auf das große Finale im Deutschen Technikmuseum am 19. Juni 2026 in Berlin freuen. Die Deutsche Bahn vergibt erneut einen Sonderpreis für ein besonders innovatives Projekt.

Über den Wettbewerb

Durchschnittlich 6.000 Schülerinnen und Schüler nehmen an dem Wettbewerb teil, der von den 16 Landesingenieurkammern und der Bundesingenieurkammer ausgelobt wird. Die Wettbewerbsthemen wechseln jährlich und zeigen so die Vielseitigkeit des Bauingenieurwesens. Damit werben die Kammern für den Ingenieurberuf und setzen dem bestehenden Fachkräftemangel etwas entgegen. Der Bundeswettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Die Kultusministerkonferenz führt den „Junior.ING“ in ihrer Liste der empfohlenen und als unterstützenswert eingestuften Wettbewerbe.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.junior.ing

 

 

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Wichtiges Signal der Bundesregierung: losweise Vergabe fördert fairen Wettbewerb

Wichtiges Signal der Bundesregierung: losweise Vergabe fördert fairen Wettbewerb 150 150 Bundesingenieurkammer

Wichtiges Signal der Bundesregierung: losweise Vergabe fördert fairen Wettbewerb

Berlin, 6. August 2025. Die Bundesingenieurkammer begrüßt den Entwurf des Vergabebeschleunigungsgesetzes, der heute vom Kabinett verabschiedet wurde. Die losweise Vergabe ist der Grundpfeiler einer mittelstandsfreundlichen Vergabe und fördert fairen Wettbewerb. Nur, wenn die kleinen und mittelständischen Strukturen des Planungs- und Bausektors durch den notwendigen und erprobten Grundsatz der losweisen Vergabe erhalten bleiben, wird in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten kosteneffizient und schnell gebaut werden können.

Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer: „Die Aufgaben, vor denen unsere Gesellschaft bei Infrastrukturen, Wohnungsbau und Stadtentwicklung stehen, sind historisch. Das Sondervermögen Infrastruktur und der Wohnungsbauetat sind wirtschaftlich gebotene Investitionen in die Zukunft – zum Wohle kommender Generationen. Deutschland darf nicht noch einmal seine Infrastrukturen derart vernachlässigen. Jetzt bedarf es eines klugen, mutigen und gemeinsamen Vorgehens aller am Bau Beteiligten.“

Auch der Binnenmarktausschuss des Europäischen Parlamentes (IMCO) hat am 7. Juli 2025 für die Reform der EU-Vergaberichtlinie gefordert, kleinen und mittleren Unternehmen die Teilnahme an Ausschreibungsverfahren zu erleichtern. Dafür soll die Ausschreibung von Aufträgen in kleinen Losen auch EU-weit verpflichtend werden.

Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer: „Lassen Sie uns im Bausektor zusammenarbeiten und uns auf die relevanten Probleme mit Hebelkraft wie ineffiziente Genehmigungsverfahren, unzureichende Digitalisierung von Prozessen und den Fachkräftemangel konzentrieren. Wir haben heute in Deutschland grundsätzlich ein gut funktionierendes und produktives Miteinander von Planung und Ausführung. Grundlegende Änderungen hieran schaden am Ende dem Standort Deutschland.“

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Wirtschaftliche Lage von Planungsbüros

Wirtschaftliche Lage von Planungsbüros 150 150 Bundesingenieurkammer

Fachkräftemangel und zunehmende Aufwände limitieren Planungsbüros

Umfrage liefert valide Daten zur wirtschaftlichen Lage

Berlin, 16.07.2025. Die Ergebnisse der neuen bundesweiten Befragung von Ingenieur- und Architekturbüros zeigen ein gemischtes Bild der konjunkturellen Lage. So geben knapp 40 Prozent aller befragten Büros einen rückläufigen Auftragsbestand in den vergangenen sechs Monaten an. Vor diesem Hintergrund bewerten die Unternehmen ihre aktuelle wirtschaftliche Situation als befriedigend (Schulnote 2,9). Sowohl Ingenieur- als auch Architekturbüros konnten ihre Gesamtleistung in den vergangenen Jahren nominal und real zwar steigern, aktuell erzielen allerdings nur noch rund 84 Prozent der Büros einen Gewinn, im vergangenen Jahr waren es dagegen noch knapp 97 Prozent.

Die Ursachen der angespannten Lage liegen in gestörten Projektabläufen, regulatorischen Anforderungen und dem Ringen um faire Verträge mit angemessener Vergütung. Insgesamt nehmen die Projektlaufzeiten teilweise deutlich zu. Die zunehmenden Aufwände und der Fachkräftemangel insbesondere in den Ingenieurbüros limitieren die Kapazitäten zunehmend und stehen damit auch der Umsetzung des Sondervermögens bei Infrastruktur und Energie im Weg.

Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer: „Der Markt und die Strukturen der Ingenieurbüros sind intakt. Investitionsstau und unklare Förderkulissen durch die unsichere politische Lage des vergangenen Jahres machen sich jedoch auch bei den Ingenieurbüros bemerkbar. Durch den Fachkräftemangel sehen sich die Büros in den nächsten Jahren zusätzlich unter Druck. Die Personalkosten werden weiter steigen, was sich auch in den Honoraren widerspiegeln muss.“

Die Umfrage beleuchtet die betriebswirtschaftliche Lage der Büros

Die Befragung wurde von den Planerorganisationen AHO, BAK, VBI und BIngK beauftragt, Durchführung und Auswertung übernahm erstmals das Institut der deutschen Wirtschaft. An der Umfrage im April und Mai 2025 beteiligten sich rund 2.500 Büros, darunter rund zwei Drittel Ingenieurbüros und etwa ein Drittel Architekturbüros. Die Umfrage beleuchtet die betriebswirtschaftliche Lage der Büros im Hinblick auf Leistungs- und Kostenstruktur, Auftragsbestand und Personal. Untersucht wurden auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Im Ergebnis liefert die Befragung wertvolle Hinweise zur Beurteilung der wirtschaftlichen Situation von Ingenieur- und Architekturbüros. Sie verdeutlicht, in welchen Bereichen gezielte Maßnahmen erforderlich sind, um die wirtschaftliche Stabilität und Zukunftsfähigkeit der Branche zu sichern. Die hohe Beteiligung sowie die Vielzahl detaillierter Rückmeldungen unterstreichen das große Interesse an einer transparenten Auseinandersetzung mit der aktuellen Lage und führen zu belastbaren Ergebnissen.

AHO: Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung
BAK: Bundesarchitektenkammer
BIngK: Bundesingenieurkammer
VBI: Verband Beratender Ingenieure

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Vergaberecht: EU fördert Wettbewerb, Bundesratsantrag könnte ihn ausbremsen

Vergaberecht: EU fördert Wettbewerb, Bundesratsantrag könnte ihn ausbremsen 150 150 Bundesingenieurkammer

Die Bundesingenieurkammer begrüßt den Vorschlag des Binnenmarktausschusses des Europäischen Parlaments vom 7. Juli 2025, den Fokus bei der Vergabe öffentlicher Aufträge auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und nicht nur auf den günstigsten Preis zu legen. Der Bericht zur Reform der EU-Vergaberichtlinie sieht zudem neue Regeln vor, die die Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) bei EU-weiten Ausschreibungen fördert. Damit kommt er einer Forderung der Bundesingenieurkammer nach, Aufträge grundsätzlich losweise zu vergeben, um im Interesse eines größeren Wettbewerbes die Teilnahme von KMU an öffentlichen Ausschreibungen zu erleichtern.

Völlig in die falsche Richtung geht deshalb der Entschließungsantrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur nationalen Reform des Vergaberechts, der am 11. Juli 2025 auf der Tagesordnung des Bundesrates steht. Dieser empfiehlt eine erleichterte Zusammenfassung von Teil- und Fachlosen als Gesamtvergabe, um dadurch vermeintlich die Vergabe zu beschleunigen. Eine weitere Aufweichung des Grundsatzes der losweisen Vergabe um zeitliche Gründe, wie im Antrag vorgeschlagen, wäre kontraproduktiv. Während die Europäische Union erkannt hat, dass mehr Wettbewerb nur durch eine stärkere Beteiligung von KMU zu erreichen ist, bedeutet der Bundesratsantrag gegenüber dem EU-Vorschlag einen Rückschritt hin zu einer marktbeherrschenden Stellung weniger Großunternehmen, mit all seinen negativen Folgen für den Wettbewerb.

Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer, mahnt deshalb: „Eine Stärkung des EU-Binnenmarktes lässt sich nicht durch Gesamtvergaben an einige wenige Großunternehmen erreichen. Eine weitere Aufweichung des Grundsatzes der losweisen Vergabe um zeitliche Gründe würde nicht nur die kleinen und mittelständischen Planungsbüros vom Wettbewerb ausschließen, sondern würde auch für die öffentlichen Auftraggeber den Wettbewerb weiter einschränken. Angebote von ein paar wenigen Großunternehmen sind nicht geeignet, den Wettbewerb um das wirtschaftlichste Angebot zu gewährleisten.“

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Bundesingenieurkammer verleiht Nachwuchspreis Junior.ING in Berlin

Bundesingenieurkammer verleiht Nachwuchspreis Junior.ING in Berlin 150 150 Bundesingenieurkammer

Am 13. Juni 2025 wurden die besten Teams des bundesweiten Nachwuchswettbewerbs „Junior.ING“ der Ingenieurkammern in Deutschland geehrt. Rund 6.000 Schülerinnen und Schüler nahmen an dem Wettbewerb teil. Aufgabe war es, einen Turm mit Aussichtplattform zu planen und als Modell zu bauen. Bei der Gestaltung wurde auf die Kreativität der Teilnehmenden gesetzt. Insgesamt 2.227 Modelle wurden eingereicht. Den ersten Platz der Alterskategorie bis Klasse 8 belegt 2025 eine Schülerin aus Bitterfeld. Bundessieger in der Alterskategorie ab Klasse 9 ist ein Team aus Rheinland-Pfalz.

1. Platz in der Alterskategorie I (bis Klasse 8)

Anna Richter
Turm „Green Tower“
Klasse 8, Europagymnasium Walther Rathenau Bitterfeld, Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt)

1. Platz in der Alterskategorie II (ab Klasse 9)

Lukas Grünen, Daniel Husch, Adrian Dalinger
Turm „HM39“
Klasse 10, Gymnasium Konz, Konz (Rheinland-Pfalz)

Der Bundeswettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundes­ministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und wird von der Kultusministerkonferenz in der Liste der empfehlenswerten Schülerwettbewerbe geführt.

Dr. Olaf Joachim, Staatssekretär des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: „Groß und mutig denken, stabil und kreativ bauen, das alles zeichnet ‚Junior.ING‘ seit 20 Jahren aus. Beim Schülerwettbewerb der Bundesingenieurkammer zeigen junge Menschen eindrucksvoll, wie viel technisches Können, Vorstellungskraft und Teamgeist in ihnen stecken. Solche Wettbewerbe motivieren, die Vielfalt der Ingenieurberufe kennenzulernen und Zukunft zu gestalten.“

Die drei bestplatzierten Modelle jeder Alterskategorie sind bis Ende des Jahres im Science Center Spectrum des Deutschen Technikmuseums in Berlin zu sehen.

Ausgewählt wurden die Preisträgerinnen und Preisträger von einer fünfköpfigen Fachjury unter dem Vorsitz von Prof. Dr.-Ing. Helmut Schmeitzner, Vorstandsmitglied der Bundesingenieurkammer. „Spätestens seit den spektakulären Ereignissen rund um Brückenbauwerke in den letzten Monaten ist jedem klar, dass wir es in unserer baulichen Infrastruktur mit einem immensen Investitionsrückstau zu tun haben. Es wird die Aufgabe der nächsten Generation von Ingenieuren sein, ihn aufzulösen. Der Beruf des Bauingenieurs wird an Bedeutung zunehmen, und die rege Teilnahme am ‚Junior.ING‘ – Wettbewerbe belegt, dass diese Botschaft schon bis in unsere Schulen gedrungen ist“, unterstreicht Prof. Dr.-Ing. Helmut Schmeitzner.

Die Deutsche Bahn und der Verband der deutschen Vergnügungsanlagenhersteller vergaben jeweils einen Sonderpreis in beiden Altersklassen.

Daniela Michael, Leiterin Grundsätze und Prozesse Recruiting bei der Deutschen Bahn AG, betont: „Die Preisträger:innen des Schülerwettbewerbs der Ingenieurkammern zeigen eindrucksvoll, welches enorme Potenzial junge Menschen im Bereich der Ingenieurwissenschaften entfalten können. Mit ihren kreativen und technisch ausgeklügelten Projekten haben sie bewiesen, dass sie über jene Innovationskraft verfügen, die sowohl die Technik als auch unsere Gesellschaft dringend braucht – und dass sie Herausforderungen mit Engagement und Know-how meistern können.“

Sonderpreis der Deutschen Bahn

Alterskategorie I (bis Klasse 8)

Esther Schmidt, Tom Schöneweiß, Emma Klein, Anio Aquino, Kira Hettich

Turm „Einer ist zu viel!“
Klasse 8, Burgwaldschule, Frankenberg/Eder (Hessen)

Alterskategorie II (ab Klasse 9):

Krista Marche
Turm „Wire Flower“
Klasse 10, Karolinen-Gymnasium, Rosenheim (Bayern)

„Der DB-Sonderpreis würdigt besonders innovative Arbeiten und unterstreicht die Bedeutung der Nachwuchsförderung in unserer Branche. Als eine der größten Arbeitgeber:innen Deutschlands – mit über 50 Ausbildungsberufen und 25 dualen Studiengängen – wissen wir, wie essenziell es ist, junge Talente frühzeitig zu fördern und zu begleiten. Die Leistungen der Schüler:innen sind ein Ansporn für alle, die sich für Technik und Innovation begeistern,“ so Daniela Michael weiter.

Zum zweiten Mal vergibt der Verband der deutschen Vergnügungsanlagenhersteller einen Sonderpreis.

Sonderpreis Verband der deutschen Vergnügungsanlagenhersteller

Alterskategorie I (bis Klasse 8):

Julius Heidan
Turm „Sturmwarnung“
Klasse 3, 4. Grundschule Dresden Am Rosenberg, Dresden (Sachsen)

Alterskategorie II (ab Klasse 9):

Felix Pippig
Turm „Gute Aussichten“
Klasse 9, Lößnitzgymnasium, Radebeul (Sachsen)

Dr.-Ing. Michael Smida, stellvertretender Vorsitzender Verband der deutschen Vergnügungsanlagenhersteller, zeigt sich überzeugt, dass „freies phantasievolles Entwerfen die Grundlage für neue Ideen ist. In diesem Wettbewerb wird ersichtlich, dass aus freien spielerischen Ideen neue tragfähige und funktionierende Turmkonstruktionen entstehen. Neue Gestaltung und Konstruktion wecken das Interesse nicht nur für den Betrachter, sondern auch für Besucher der Aussichtstürme. Die Talente und das Können zu loben und zu würdigen erhält und steigert die Motivation, neue Konstruktionen zu entwerfen und in Zukunft auch real umzusetzen. Vielleicht in einem der Deutschen Herstellerbetriebe oder Planungsbüros für solche Anlagen.“

Die beiden ersten Plätze waren mit jeweils 500 Euro dotiert. Die nachfolgenden Plätze 2 bis 4 konnten sich über 400 Euro, 300 Euro und 100 Euro freuen. Der Sonderpreis der Deutschen Bahn war mit 300 Euro dotiert. Der Sonderpreis des Verbands der deutschen Vergnügungsanlagenhersteller umfasst die Einladung in einen Freizeitpark.

Über den Wettbewerb
Zugelassen zum Schülerwettbewerb Junior.ING sind Einzel- und Gruppenarbeiten von Schülerinnen und Schülern allgemein- und berufsbildender Schulen. Ausgeschrieben ist der Wettbewerb in zwei Alterskategorien: Kategorie I bis Klasse 8 sowie Kategorie II ab Klasse 9. In einem ersten Schritt loben die teilnehmenden Ingenieurkammern den Wettbewerb für ihr Bundesland aus. Die Siegerinnen und Sieger des Landeswettbewerbs nehmen dann am Bundesentscheid teil.

Ziel des Schülerwettbewerbs ist es, Schülerinnen und Schüler auf spielerische Art und Weise für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Die Wettbewerbsthemen wechseln jährlich und zeigen so die Vielseitigkeit des Bauingenieurberufs. Auf diesem Weg werben die Kammern für das Ingenieurwesen, um damit langfristig dem Fachkräftemangel in den technischen Berufen entgegenzuwirken.

Bildmaterial kann auf der Flickr-Account der Bundesingenieurkammer abgerufen werden oder nehmen Sie mit uns Kontakt auf. (Copyright Torsten George/BIngK)

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Bundesingeniuerkammer: Baurecht und Bauordnungen umgehend reformieren

Bundesingeniuerkammer: Baurecht und Bauordnungen umgehend reformieren 150 150 Bundesingenieurkammer

Sechs-Punkte-Erklärung von Bundesingenieurkammer und VBI zum Ingenieur Summit am 5. Juni 2025

Berlin, 4. Juni 2025. Die Bundesregierung und die Länder müssen dringend wirksame Reformen einleiten, um die Erneuerung der Infrastruktur, die Energiewende und den Wohnungsbau endlich wieder in Gang zu bringen. Deshalb fordern die beiden Dachorganisationen des Planungswesens, Bundesingenieurkammer und Verband Beratender Ingenieure VBI, die Landesbauordnungen umgehend zu vereinheitlichen.

Anlässlich des Ingenieur Summit am 5. Juni zeigen Bundesingenieurkammer und VBI mit einer Sechs-Punkte-Erklärung, was aus Sicht der Planungswirtschaft getan werden muss, um den aktuellen Herausforderungen bei Infrastruktur- und Wohnungsbau wirksam zu begegnen. So empfehlen sie die zeitnahe Einführung verbindlicher Stichtagsregelungen, um Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Eine praxisnahe Ausweitung der Plangenehmigung ist ebenfalls notwendig, um den Sanierungsstau bei Infrastruktur und Brücken abzubauen: Bei Ersatz-, Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen ist dies auch kurzfristig realisierbar.

Zudem sind für VBI und Bundesingenieurkammer die vollständige Digitalisierung von Planungs- und Genehmigungsverfahren und der Bürokratieabbau zwingend notwendig, um den politisch gewünschten Bauturbo zu starten. Ingenieurbüros etwa müssen heute enorme personelle und zeitliche Ressourcen aufwenden, um den bürokratischen Anforderungen gerecht zu werden. Dadurch werden Fachkräfte gebunden, die bei der eigentlichen Projektarbeit fehlen.

Sechs-Punkte-Erklärung der Planungswirtschaft

1. Sichere und langfristige Finanzierung der Infrastruktur
2. Wohnungsbau beschleunigen: Standards vereinfachen und EH55-Förderung umsetzen
3. Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen
4. Staatsmodernisierung und Digitalisierung als Motor für Fortschritt
5. Personelle Kapazitäten sichern: Berufsstand stärken und HOAI novellieren
6. Qualität und Tempo durch bessere Vergabeverfahren und auskömmliche Honorare

Fachkräftegewinnung ist Aufgabe von Staat und Wirtschaft
Die ambitionierten politischen Ziele in Hochbau, Infrastruktur und Klimaschutz sind nur durch qualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure zu erreichen. Dem aktuellen Fachkräftemangel im Planungswesen kann nur durch eine gemeinsam angelegte Offensive durch Staat und Wirtschaft begegnet werden. Die Bundesregierung muss deshalb die im Koalitionsvertrag verankerten Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung und -sicherung bei Ingenieurinnen und Ingenieuren konsequent umsetzen und weiterentwickeln. Die Bundesingenieurkammer und der VBI bieten auf Bundes- und Landesebene ihre Zusammenarbeit an.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen des Planungswesens stärken
Fachkräftesicherung im Planungswesen sowie innovatives und nachhaltiges Bauen gibt es nicht zu Dumpingpreisen. Auch öffentliche Auftraggeber müssen sich dabei ihrer Verantwortung bewusstwerden. So sollten sie eine Vorbildfunktion einnehmen und die Honorarsätze der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) bei öffentlichen Aufträgen ohne Abschläge ansetzen. Zudem muss der Wettbewerb gesichert und gestärkt werden: Bundesingenieurkammer und VBI fordern mittelstandsfreundliche Vergaben, die in der gesamten Breite die Leistungsfähigkeit der Planungs- und Bauwirtschaft als Eckpfeiler der deutschen Wirtschaft sichern.“

Jörg Thiele, Präsident Verband Beratender Ingenieure VBI: „Die neue Bundesregierung steht in der Pflicht. Es geht darum, Versäumnisse bei der Infrastruktur aufzuholen und nachhaltig Wohnraum zu schaffen. Wenn das vor dem Hintergrund sinkender Steuereinnahmen und Fachkräftemangel gelingen soll, dann nur mit den planenden Ingenieurinnen und Ingenieuren. Das setzt voraus, jetzt die mittelständischen Planungsunternehmen wirksam und schnell von überbordender Bürokratie zu entlasten. Die Digitalisierung muss vorangetrieben, Verwaltungsabläufe beschleunigt und Planungssicherheit für die Bauwirtschaft geschaffen werden.“

Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer: „Funktionierende Infrastrukturen, bezahlbarer Wohnraum und eine resilient gebaute Umwelt sind der Kitt unserer Gesellschaft. Wir müssen das Vertrauen der Bevölkerung in die Handlungsfähigkeit des Staates und unsere Demokratie zurückgewinnen. Wenn es uns gelingt, Betroffene zu Mitwirkenden zu machen, wird sich dies auch positiv auf die Akzeptanz von Planungs- und Genehmigungsprozesse auswirken. Denn die Gesellschaft leidet an vielen Stellen darunter, dass sich Menschen nur noch als Beobachter fühlen. Es liegt an uns allen, dies zu ändern.“

Ingenieur Summit 2025
Am 5. Juni 2025 diskutieren die planenden Berufe mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bundes- und Landespolitik sowie Expertinnen und Experten des Bauwesens, welche wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland notwendig sind, um den aktuellen Problemen bei Infrastruktur und Wohnungsbau zu begegnen. Der Ingenieur Summit 2025 findet im EUREF-Campus in Berlin statt. Erwartet werden rund 300 Teilnehmende.

Fotos der Veranstaltung finden Sie auf dem Flickr-Account der Bundesingenieurkammer (Bitte verwenden die Copyrightangaben des jeweiligen Fotos)

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Gebäudehülle und Heizanlagen als Einheit planen

Gebäudehülle und Heizanlagen als Einheit planen 150 150 Bundesingenieurkammer

GEG-Modifizierung muss den Fokus stärker auf die CO₂-Reduzierung legen

Berlin, 26. Mai 2025. Der Gebäudesektor verfehlte 2024 erneut die Zielwerte. Anstatt der im Klimaschutzgesetz festgelegten maximalen Emissionsmenge von 96 Millionen Tonnen CO₂, wurden insgesamt 105 Millionen Tonnen CO₂ im Gebäudesektor emittiert. Der Handlungsbedarf der neu gewählten Regierung hier gegenzusteuern, ist weiterhin groß. Die Bundesingenieurkammer fordert deshalb, den Fokus stärker auf die CO₂-Reduzierung zu legen und das Gebäudeenergiegesetz entsprechend weiterzuentwickeln. Um deutliche Fortschritte bei der Wärmewende zu erzielen, sieht die Bundesingenieurkammer es als zwingend notwendig an, für Planungssicherheit und Zuverlässigkeit bei der Sanierungs- und Heizungsförderung zu sorgen.

„Die Wärmewende gelingt nur, wenn wir die Gebäude als Ganzes betrachten. Gebäudehülle und Heizungsanlage müssen gemeinsam gedacht werden. Nur so erreichen wir die Klimaziele im Gebäudesektor flächendeckend. Dies trifft sowohl auf den Neubau als auch die Sanierung zu“, so Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer.

Die Entscheidung der Hausbesitzer für eine Wärmetechnologie hat langfristige Auswirkungen und ist komplex. Die Bundesingenieurkammer empfiehlt die qualifizierte Beratung zu fördern, um den Verbraucherschutz zu stärken.

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Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesregierung

Sondervermögen: Bundesingenieurkammer fordert Aktionsbündnis Infrastruktur

Sondervermögen: Bundesingenieurkammer fordert Aktionsbündnis Infrastruktur 2560 1440 Bundesingenieurkammer

Die Bundesingenieurkammer hatte sich frühzeitig für ein Sondervermögen Infrastruktur als zusätzliches Finanzpaket zu den Kernhaushalten von Bund, Ländern und Kommunen ausgesprochen. Investitionen in die Infrastruktur Deutschlands sind wirtschaftlich gebotene Investitionen in die Zukunft – zum Wohle kommender Generationen.

Deutschland darf nicht noch einmal seine Infrastrukturen derart vernachlässigen. Jetzt bedarf es eines klugen, mutigen und gemeinsamen Vorgehens aller am Bau Beteiligten. Dafür muss ein abgestimmter Aktionsplan mit kurz-, mittel- und langfristiger Perspektive erarbeitet werden, damit Infrastrukturen dauerhaft zukunftsfähig werden.

Die Bundesingenieurkammer fordert hierfür ein Aktionsbündnis aller am Bau Beteiligten und der Politik auf allen Ebenen – Bund, Länder und Kommunen. Bausektor und Politik können nur im Schulterschluss erfolgreich zusammenarbeiten. Partikularinteressen einzelner Marktteilnehmer nachzugeben ist nicht zielführend, da dies langfristig den gesunden Markt und den Wettbewerb im Bausektor gefährdet.

„Wir haben heute in Deutschland grundsätzlich ein gut funktionierendes Miteinander von Planung und Ausführung. Grundlegende Änderungen sind nicht notwendig. Vielmehr verzögern vor allem eine überbordende Bürokratie, langwierige Genehmigungsverfahren und die fehlende Digitalisierung von Prozessen das Bauen unverhältnismäßig. Dies sind die Hebel, bei denen man nun ansetzen muss“, so Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer.

Qualität, Kosteneffizienz und Schnelligkeit durch bewährte Marktstrukturen nutzen

Verwerfungen bei den Marktstrukturen des Planens und Bauens müssen aus Sicht der Bundesingenieurkammer unbedingt verhindert werden. Eine Reduzierung auf nur wenige Marktteilnehmer und deren Eigeninteressen würde Bauen für Auftraggeber verteuern. Deshalb mahnt die Bundesingenieurkammer: Nur, wenn die kleinen und mittelständischen Strukturen des Bausektors durch den notwendigen und erprobten Grundsatz der losweisen Vergabe erhalten bleiben, wird in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten weiterhin kosteneffizient und schnell gebaut werden können.

„Ich kann nur an alle am Bau Beteiligten appellieren, den aktuellen Herausforderungen verantwortungsvoll zu begegnen. Die Erwartungshaltung der Bevölkerung an unsere Branche und an die Politik ist verständlicherweise hoch. Wir müssen nun deshalb geschlossen und mit Weitsicht die richtigen Maßnahmen einleiten. Das Vertrauen der Bevölkerung in unsere Handlungsfähigkeit können wir nur gemeinsam zurückgewinnen. Lassen Sie uns zusammenarbeiten und uns auf die relevanten Probleme wie ineffiziente Genehmigungsverfahren, unzureichende Digitalisierung von Prozessen und den Fachkräftemangel konzentrieren“, appelliert Dr.-Ing. Bökamp anlässlich der 75. Bundesingenieurkammer-Versammlung am 4. April 2025 in Berlin.

Ingenieurbüros können kurzfristig Planungskapazitäten bereitstellen

Die Bundesingenieurkammer hat unter ihren Mitgliedern die aktuell verfügbaren Kapazitäten der Ingenieurbüros abgefragt: Das Stimmungsbild zeigt, eine kurzfristige Beauftragung von zusätzlichen Planungsaufgaben ist durchaus möglich. „Generell brauchen wir jedoch mehr Ingenieurinnen und Ingenieure, da sich der Fachkräftemangel durch den Generationswechsel im Ingenieurwesen weiter verschärfen wird“, so der Präsident der Bundesingenieurkammer. Die Reaktionen der Kurzumfrage belegen, dass langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren zentrale Hindernisse für die Beseitigung des Investitionsstaus der letzten Jahrzehnte sind. Die Kammermitglieder benötigen zudem Planungssicherheit durch verlässliche Finanzierungsstrukturen.

Foto: Till Budde

Neue Oderbrücke Küstrin und Bastionskronenpfad Erfurt gewinnen Deutschen Brückenbaupreis 2025

Neue Oderbrücke Küstrin und Bastionskronenpfad Erfurt gewinnen Deutschen Brückenbaupreis 2025 150 150 Bundesingenieurkammer

Dresden, 20. März 2025 I Bundesingenieurkammer und Verband Beratender Ingenieure VBI zeichnen herausragende Bauwerke aus. Bundesministerium für Digitales und Verkehr ist erneut Förderer und Schirmherr.

Auf dem Festakt zur Preisverleihung in Dresden sind gestern Abend im Beisein von Schirmherr Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr, die Auszeichnungen an die vier Preisträger überreicht worden. Die prämierten Bauwerke sind Ausdruck zukunftsweisender Innovationskraft im Ingenieurbau. 1.600 Gäste aus Fachwelt, Politik und Wirtschaft feierten die Siegerteams.

Preisträger in der Kategorie Straßen- und Eisenbahnbrücken
NEUE ODERBRÜCKE KÜSTRIN-KOSTRZYN

Die Jury: „Eine anspruchsvolle Aufgabe mit klugen Lösungen und klarer Formensprache.“

Die neue Oderbrücke ist eine zweigleisige Netzwerkbogenbrücke in Verbundbauweise mit vorgespannten Zuggliedern aus Carbon. Obwohl Carbonhänger schon im Einsatz sind, stellt die Oderbrücke die weltweit erste Eisenbahnbrücke mit dieser Innovation dar.

Preisträger in der Kategorie Fuß- und Radwegbrücke
BASTIONSKRONENPFAD PETERSBERG, ERFURT

Die Jury: „Historische Bausubstanz und moderne Lösungen des 21. Jahrhunderts in perfekter Harmonie.“

Der Bastionskronenpfad ist eine Fußgängerbrücke auf der Zitadelle Petersberg in Erfurt und verbindet in 13,5 m Höhe die Bastionen Kilian und Martin. Im historischen Umfeld mussten die Ingenieure die feine Balance zwischen hoher Funktionalität und technischer Machbarkeit maximal herausarbeiten. Dabei stehen Robustheit und elegante Schlankheit nicht im Widerspruch, sondern verbinden sich im spannenden Dialog zwischen Alt und Neu.

Sonderpreis Nachhaltigkeit
NEUE REGENBRÜCKE RODING

Die Jury: „Eine beeindruckende Symbiose von skulpturaler Form und minimalistischem Tragwerk.“

Der Materialeinsatz bei der Regenbrücke Roding erfolgte sehr effizient mit langlebigen Baustoffen. Der Cortenstahl bringt seinen Korrosionsschutz selbst mit – und geht mit vollständiger Rückbaubarkeit sowie Recyclingfähigkeit bei sortenreiner Trennung einher.

Sonderpreis Denkmal
CHEMNITZER VIADUKT

Die Jury: „Ein komplexes Meisterstück der Erhaltungskunst als Brückenschlag zwischen gestern und heute.“

Zwischen 1901 und 1909 aus genietetem Flussstahl errichtet, überführte das Chemnitzer Viadukt ursprünglich vier parallele Gleise über den Fluss Chemnitz. Für die Modernisierung entwickelten die Ingenieure eine Mischvariante, die zurückhaltende Integration einer neuen Verbundkonstruktionen des Fahrwegs auf den beiden inneren Überbauten ermöglicht. Damit konnten die hohen Anforderungen an Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit der Trasse erfüllt werden.

Das sagen die Auslober:

Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr: „Brücken und Tunnel sichern Mobilität, überwinden Hindernisse, verbinden Regionen und Menschen. Ich habe das Thema Brückensanierung in meiner Amtszeit zur Chefsache gemacht und ein gewaltiges Brücken-Modernisierungsprogramm gestartet, bei dem wir sehr gut vorankommen – nicht zuletzt dank der hervorragenden Arbeit unserer Ingenieure. Die Vielfalt der für den Deutschen Brückenbaupreis eingereichten Beiträge bestätigt das hohe ingenieurtechnische Niveau, das wir im Brückenbau haben. Ich gratuliere den Preisträgerinnen und Preisträgern. Unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft, ganz Deutschland profitiert von ihrem Engagement, ihrer Kreativität und ihrer Innovationskraft.“

Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer: „Ohne leistungsfähige Infrastruktur läuft, fährt und bewegt sich nichts. Die ausgezeichneten Projekte beim Deutschen Brückenbaupreis zeigen, wie Innovation und Nachhaltigkeit den Brückenbau der Zukunft prägen können – vorausgesetzt, Investitionen und Planungsprozesse greifen effizient ineinander.“

Jörg Thiele, VBI-Präsident: „Engagement und Innovationskraft der Bauingenieurinnen und -ingenieure sind entscheidend, um die Investition in unsere Infrastruktur zu Projekterfolgen zu führen. Dazu müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen. Die schnelle Aktualisierung der HOAI ist daher eine dringende Aufgabe der neuen Bundesregierung.“

Mehr Information zum Deutschen Brückenbaupreis 2025 unter:

https://www.brueckenbaupreis.de/preistraeger-2025/

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Pressekontakte:

Tatjana Steidl
Verband Beratender Ingenieure VBI
Tel. +49 30 260 62-220
steidl@vbi.de
www.vbi.de

Fabian Becker
(in Vertretung für Eva Hämmerle)
Bundesingenieurkammer
T. +49 30 2589 882-24
becker@bingk.de
www.bingk.de

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