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alexandrajakob

Preissteigerungen bei öffentlicher Auftragsvergabe durch Krieg in der Ukraine

Preissteigerungen bei öffentlicher Auftragsvergabe durch Krieg in der Ukraine 900 600 Bundesingenieurkammer

Aufgrund der Kriegsereignisse in der Ukraine und der in der Folge verhängten weltweiten Sanktionen gegen Russland sind derzeit teils erhebliche Preissteigerungen bei bestimmten Produkten und Rohstoffen zu verzeichnen. Dies hat unmittelbaren Einfluss auf die Ausführung öffentlicher Aufträge. Hierzu haben das Bundesministerien für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und gleichlautend auch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) Erlasse bzw. Rundschreiben veröffentlicht, die in besonderen Fällen eine Vertragsanpassung ermöglichen sollen. Die Stoffpreisgleitklausel wurde zwischenzeitlich bis zum 31. Dezember 2022 verlängert.

Die Erlasse enthalten eine Regelung für Lieferengpässe und Preissteigerungen von Baumaterialien. Bauunternehmen, die bei Vertragsangebot Preise für Baumaterialien kalkuliert haben, die zum Zeitpunkt der Ausführung entweder später, gar nicht oder nur erheblich verteuert zu erhalten waren, sollen dafür einen Ausgleich erhalten. Damit sollen Bauunternehmen entlastet werden, die beim Erstellen ihrer Angebote nicht mit dieser Entwicklung rechnen konnten und die Materialpreissteigerung ansonsten selbst tragen müssten.

Eine vergleichbare Problematik stellt sich bei Ingenieurbüros nicht in derselben Form, da Ingenieurbüros zur Erbringung ihrer Dienstleistung keine Baumaterialen als Vorleistung beziehen müssen. Soweit Ingenieurbüros im Zusammenhang mit der Anwendung der Preisstoffgleitklausel (z.B. durch zusätzliche Angebotsprüfungen) Mehrkosten entstehen und es sich dabei um eine besondere Leistung nach HOAI handelt, ist diese dem Auftraggeber gesondert in Rechnung zu stellen. Bei Neuverträgen empfiehlt es sich, den Mehraufwand dafür eventuell bei der Angebotsabgabe bereits einzukalkulieren. Die Steigerung der Baumaterialkosten wirkt sich auch auf die anrechenbaren Baukosten aus, die Grundlage der HOAI-Abrechnung des Ingenieurbüros sind.

Kommt es aufgrund von Lieferschwierigkeiten zu Terminverzögerungen, gelten die im BMWSB-Erlass vom 25.03.2022 in Ziffer IV.1 genannten allgemeinen vertragsrechtlichen Grundsätze auch für hiervon betroffene Planungsbüros. Planerinnen und Planer sollten bei Behinderungsanzeigen durch die Bauunternehmen ebenfalls unter Hinweis auf das Vorliegen eines Falles höherer Gewalt ihre Behinderung dem Auftraggeber schriftlich anzeigen und sowohl die Verlängerung der Ausführungsfristen als auch eventuell anfallende Zusatzkosten anschließend im Einzelnen geltend machen.

Foto: Reginal auf Pixabay.de

Bundesstiftung Baukultur wählt Mitglieder des Stiftungsrates und Beirates | Ingenieurwesen gut vertreten

Bundesstiftung Baukultur wählt Mitglieder des Stiftungsrates und Beirates | Ingenieurwesen gut vertreten 800 600 Bundesingenieurkammer

Am 28. Juni 2022 fand in Potsdam die konstituierende Sitzung des Stiftungsrates der Bundesstiftung Baukultur. Den Vorsitz übernimmt zukünftig die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesbauministerium, Cansel Kiziltepe. Zur Stellvertreterin wurde die Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Andrea Gebhard, gewählt. Der Stiftungsrat der Bundesstiftung Baukultur entscheidet in allen Angelegenheiten, die für die Stiftung und ihre Entwicklung von Bedeutung sind. Mit Prof. Dr. Werner Sobek ist auch ein Ingenieur im Stiftungsrat vertreten.

Bei der konstituierenden Sitzung des Stiftungsrats der Bundesstiftung Baukultur wurden auch die Mitglieder des neuen Beirats der Bundesstiftung Baukultur benannt. Aus Sicht des Berufsstandes ist es sehr erfreulich, dass mit Prof. Dr. Lamia Messari-Becker, Prof. Dr.-Ing. Norbert Gebbeken und Prof. Dr. Gero Andreas Marzahn nun eine Ingenieurin und zwei Ingenieure als Beiräte mitwirken. Aufgabe des Beirats ist es, den Stiftungsrat und den Vorstand fachlich und inhaltlich bei der Planung und Durchführung seiner Aufgaben zu beraten. Der Beirat besteht aus 20 Mitgliedern unterschiedlicher Fachrichtungen, die sich auf dem Gebiet der Baukultur hervortun. 15 Mitglieder ernennt der Stiftungsrat auf Vorschlag des Konvents der Baukultur, der zuletzt am 4. Mai in Potsdam tagte. Fünf Mitglieder schlug die Bundesstiftung Baukultur dem Stiftungsrat vor.

Der Stiftungsrat der Bundesstiftung Baukultur (alphabetisch):

  • Katharina Cramer-Hadjidimos, Referatsleiterin bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
  • Sabine Djahanschah, Architektin, Referatsleiterin der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
  • Andrea Gebhard, Architektin, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer (stellvertretende Vorsitzende)
  • Norbert Hermanns, Aufsichtsratsvorsitzender Landmarken AG
  • Christian Hirte, Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Michael Kießling, Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Cansel Kiziltepe, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (Vorsitzende)
  • Anja Liebert, Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, ehemals Geschäftsführer BER
  • Edgar Pairan, Referatsleiter im Bundesministerium der Finanzen
  • Hagen Reinhold, Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Prof. Dr. Werner Sobek, Architekt und Ingenieur
  • Claudia Tausend, Mitglied des Deutschen Bundestages

Die Mitglieder des neuen Beirats der Bundesstiftung Baukultur sind (alphabetisch):

  • Eike Becker, Architekt, Berlin
  • Matthias Böttger, Architekt und Kurator, Berlin
  • Barbara Ettinger-Brinkmann, Architektin, Kassel
  • Heiner Farwick, Architekt und Stadtplaner, Berlin
  • Prof. Dr.-Ing. Norbert Gebbeken, Bauingenieur und Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, München
  • Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer Handelsverband Deutschland, Berlin
  • Doris Grondke, Architektin und Stadtplanerin, Stadträtin für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt der Landeshauptstadt Kiel
  • Prof. Dr. Ilse Helbrecht, Lehrstuhl für Kultur- und Sozialgeographie an der Humboldt Universität zu Berlin
  • Peter Jorzick, Projektentwickler, Hamburg
  • Prof. Dr.-Ing. Anke Karmann-Woessner, Architektin, Karlsruhe
  • Maren Kern, Vorstand Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen BBU, Berlin
  • Dr. Christina Krafzcyk, Architektin und Präsidentin des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege (NLD), Hannover
  • Karin Loosen, Architektin und Stadtplanerin, Präsidentin Hamburgische Architektenkammer, Hamburg
  • Prof. Dr. Gero Andreas Marzahn, Leiter Referat Ingenieurbauwerke im BMDV, Bonn
  • Claudia Meixner, Architektin, Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Elisabeth Merk, Architektin und Stadtbaurätin der Landeshauptstadt München
  • Prof. Dr. Lamia Messari-Becker, Bauingenieurin, Professorin für Gebäudetechnologie und Bauphysik, Universität Siegen
  • Achim Nagel, Geschäftsführer PRIMUS developments, Hamburg
  • Henrike Wehberg-Krafft, Landschaftsarchitektin, Berlin
  • Petra Wesseler, Architektin und Stadtplanerin, Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, Berlin

Rappbodetalsperre erhält Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“

Rappbodetalsperre erhält Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ 1291 967 Bundesingenieurkammer

Mit 106 Metern Höhe und 415 Meter Länge ist die Rappbodetalsperre in Sachsen-Anhalt nicht nur die höchste Talsperre Deutschlands, sondern auch ein beeindruckendes Bauwerk, das dem Hochwasserschutz, der Trinkwasserversorgung und der Stromerzeugung dient. Daher ehrten die Bundesingenieurkammer und die Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt die imposante Staumauer am 24. Juni 2022 mit dem Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“.

Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer, über die verdiente Auszeichnung: „Mit der Rappbodetalsperre haben Ingenieurinnen und Ingenieure auf eindrucksvolle Weise gezeigt, was sie technisch und von der konstruktiven Gestaltung her möglich machen können. Bis heute leistet das Bauwerk einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur Versorgung der dort lebenden Menschen. Das zeigt, wie wichtig Ingenieurwissen für unser tägliches Leben ist – damals wie heute.“

Dr. Steffen Eichner, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-​Anhalt: „Die Rappbodetalsperre ist das Kernstück eines aus sechs Talsperren bestehenden Anlagensystems. Sie verfügt über die höchste Staumauer Deutschlands, ist Anziehungspunkt für zigtausende Besucher und für die Trinkwassergewinnung von großer Bedeutung. Es freut mich sehr, dass nach dem Pretziener Wehr nun das zweite sachsen-anhaltische Wahrzeichen und somit auch die meisterliche Leistung ihrer Erbauer, gewürdigt wird.“

„Heute ist ein ganz besonderer Tag für uns Ingenieure aus Sachsen-Anhalt. Die Auszeichnung der Rappbodetalsperre zeigt, dass Sachsen-Anhalt ein Land mit einer herausragenden Ingenieurtradition ist. Auch in Zukunft werden wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Entwicklung nur mit außergewöhnlichen Ingenieurleistungen möglich sein.“, sagte Dipl.-Ing. Jörg Herrmann, Präsident der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt.

Geplant wurde die Rappbodetalsperre bereits vor dem 2.Welkrieg. Die Weiterentwicklung und der Bau erfolgten jedoch erst ab 1952 unter zum Teil schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen. Schon 1959 anlässlich der Inbetriebnahme wurde eine Gruppe von Ingenieurinnen und Ingenieuren mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet. Gegenüber anderen Staumauern weist die konstruktive Gestaltung der Rappbodetalsperre gleich mehrere Besonderheiten auf. So ermöglichen beispielsweise spezielle Feldfugen eine gewisse Beweglichkeit der einzelnen Mauerfelder. Dadurch soll das sehr große, starre Bauwerk weitestgehend vor Rissbildung geschützt werden. Darüber hinaus erlaubt ein ausgeklügeltes Gangsystem die intensive Überwachung. Die Rappbodetalsperre ist in der Lage, eine Wasserfläche von 390 Hektar und mehr als 113 Millionen Kubikmeter Wasser anzustauen.

Alle technischen und historischen Hintergründe zur Rappbodetalsperre sind in der Publikation von Mathias Deutsch und Henrik Eberle zusammengefasst, die in der Schriftenreihe „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ Ende des Jahres erscheint. Seit 2007 erhielten 29 Bauwerke eine solche Auszeichnung. Die eigens hierzu herausgebrachte Schriftenreihe porträtiert alle ausgezeichneten Bauwerke. Weitere Informationen zu den Wahrzeichen sowie den jeweiligen Publikationen finden Sie unter: wahrzeichen.ingenieurbaukunst.de/

Die feierliche Titelverleihung fand im Rahmen des „Tages der Ingenieure Sachsen-Anhalt 2022“ statt. Es nahmen über 200 Gäste aus Wirtschaft und Politik daran teil.

Die Auszeichnungsreihe „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ wird unterstützt vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, den Ingenieurkammern der Länder und dem gemeinnützigen Förderverein „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“.

Titel-Foto: Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt
Weitere Bilder: BIngK

Die Höchste der Großen! Rappbodetalsperre mit dem Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ ausgezeichnet

Die Höchste der Großen! Rappbodetalsperre mit dem Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ ausgezeichnet 150 150 Bundesingenieurkammer

Sie ist 106 Meter hoch und 415 Meter lang – die Rappbodetalsperre in Sachsen-Anhalt ist nicht nur die höchste Talsperre Deutschlands, sondern auch ein beeindruckendes Bauwerk, das dem Hochwasserschutz, der Trinkwasserversorgung und der Stromerzeugung dient. Daher ehrten die Bundesingenieurkammer und die Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt die imposante Staumauer heute mit dem Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“.

Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer, über die verdiente Auszeichnung: „Mit der Rappbodetalsperre haben Ingenieurinnen und Ingenieure auf eindrucksvolle Weise gezeigt, was sie technisch und von der konstruktiven Gestaltung her möglich machen können. Bis heute leistet das Bauwerk einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur Versorgung der dort lebenden Menschen. Das zeigt, wie wichtig Ingenieurwissen für unser tägliches Leben ist – damals wie heute.“

Dr. Steffen Eichner, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-​Anhalt: „Die Rappbodetalsperre ist das Kernstück eines aus sechs Talsperren bestehenden Anlagensystems. Sie verfügt über die höchste Staumauer Deutschlands, ist Anziehungspunkt für zigtausende Besucher und für die Trinkwassergewinnung von großer Bedeutung. Es freut mich sehr, dass nach dem Pretziener Wehr nun das zweite sachsen-anhaltische Wahrzeichen und somit auch die meisterliche Leistung ihrer Erbauer, gewürdigt wird.“

„Heute ist ein ganz besonderer Tag für uns Ingenieure aus Sachsen-Anhalt. Die Auszeichnung der Rappbodetalsperre zeigt, dass Sachsen-Anhalt ein Land mit einer herausragenden Ingenieurtradition ist. Auch in Zukunft werden wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Entwicklung nur mit außergewöhnlichen Ingenieurleistungen möglich sein.“, sagte Dipl.-Ing. Jörg Herrmann, Präsident der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt.

Geplant wurde die Rappbodetalsperre bereits vor dem 2.Welkrieg. Die Weiterentwicklung und der Bau erfolgten jedoch erst ab 1952 unter zum Teil schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen. Schon 1959 anlässlich der Inbetriebnahme wurde eine Gruppe von Ingenieurinnen und Ingenieuren mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet. Gegenüber anderen Staumauern weist die konstruktive Gestaltung der Rappbodetalsperre gleich mehrere Besonderheiten auf. So ermöglichen beispielsweise spezielle Feldfugen eine gewisse Beweglichkeit der einzelnen Mauerfelder. Dadurch soll das sehr große, starre Bauwerk weitestgehend vor Rissbildung geschützt werden. Darüber hinaus erlaubt ein ausgeklügeltes Gangsystem die intensive Überwachung. Die Rappbodetalsperre ist in der Lage, eine Wasserfläche von 390 Hektar und mehr als 113 Millionen Kubikmeter Wasser anzustauen.

Alle technischen und historischen Hintergründe zur Rappbodetalsperre sind in der Publikation von Mathias Deutsch und Henrik Eberle zusammengefasst, die in der Schriftenreihe „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ Ende des Jahres erscheint. Seit 2007 erhielten 29 Bauwerke eine solche Auszeichnung. Die eigens hierzu herausgebrachte Schriftenreihe porträtiert alle ausgezeichneten Bauwerke. Weitere Informationen zu den Wahrzeichen sowie den jeweiligen Publikationen finden Sie unter: wahrzeichen.ingenieurbaukunst.de/

Die feierliche Titelverleihung fand im Rahmen des „Tages der Ingenieure Sachsen-Anhalt 2022“ statt. Es nahmen über 200 Gäste aus Wirtschaft und Politik daran teil. Die Auszeichnungsreihe „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ wird unterstützt vom Bundes­ministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, den Ingenieurkammern der Länder und dem gemeinnützigen Förderverein „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“.

Bildmaterial stellen wir Ihnen gern kostenfrei zur Verfügung.

HOAI Mindestsätze bei Altverträgen: BGH entschei-det zugunsten der Planenden

HOAI Mindestsätze bei Altverträgen: BGH entschei-det zugunsten der Planenden 900 600 Bundesingenieurkammer

Mit Urteil vom 18. Januar 2022 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass die von ihm selbst festgestellte Unionsrechtswidrigkeit der verbindlichen HOAI Mindestsätze sogenannten Aufstockungsklagen bei solchen Verträgen nicht entgegensteht, die vor Inkrafttreten der HOAI 2021 abgeschlossen wurden. Heute hat der Bundesgerichtshof (BGH) vor diesem Hintergrund im Ergebnis der Klage eines Planungsbüros stattgegeben, das eine auf Grundlage der Mindestsätze errechnete Restforderung aus einem 2016 abgeschlossenen Vertrag geltend gemacht hat.

Der Präsident der Bundesingenieurkammer, Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, begrüßte das Urteil des Bundesgerichtshofes ausdrücklich. Denn aus Sicht der Bundesingenieurkammer war und ist die Verbindlichkeit der Mindest- und Höchstsätze der früheren HOAI ein Instrument der Qualitätssicherung. Er betonte erneut, dass es Qualität nur zu einem angemessenen Preis gebe – das gelte auch und erst recht für das Planen und Bauen. Wie sich bereits in anderen Ländern zeige, drohe durch den Wegfall dieser Verbindlichkeit ein Preiskampf, der auch mit einem Qualitätsverlust einhergehen könne. Daher werde sich die Bundesingenieurkammer auch weiterhin für auskömmliche Honorare einsetzen und die Novellierung der HOAI 2021 im Sinne des Verbraucherschutzes, aber auch der Planerinnen und Planer, engagiert begleiten.

Die Leistungsphasen und Honorarsätze der HOAI sind seit Jahrzehnten als Grundlage für das Planen und Bauen in Deutschland etabliert und bieten einen verlässlichen Rahmen für Planerinnen und Planer, Auftraggeber und Bauausführende. Dies erfordert allerdings regelmäßige Anpassungen. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung wurde die Forderung der Planerorganisationen aufgegriffen, die HOAI zu reformieren.

Foto: John Dortmunder auf pixabay.de

„Junior.ING“ | Bundesweiter Schülerwettbewerb der Ingenieurkammern geht mit überragender Beteiligung ins Finale

„Junior.ING“ | Bundesweiter Schülerwettbewerb der Ingenieurkammern geht mit überragender Beteiligung ins Finale 150 150 Bundesingenieurkammer

Am 17. Juni 2022 um 11 Uhr ist es endlich soweit! Dann startet im Deutschen Technikmuseum in Berlin das feierliche Finale des diesjährigen bundesweiten Schülerwettbewerbes „Junior.ING“ der Ingenieurkammern. Unter dem Motto „Ideenspringen“ werden die besten Skisprungschanzen von Ingenieurtalenten an Grund- und weiterführenden Schulen prämiert. Aufgabe war es, eine funktionstüchtige Schanze zu planen und als Modell zu bauen. Trotz coronabedingter Einschränkungen an vielen Schulen beteiligten sich 3.164 Mädchen und Jungen mit 1.397 Modellen am aktuellen Wettbewerb.

In den vergangenen Monaten hatten bereits die teilnehmenden Ingenieurkammern der Länder ihre Siegerteams gekürt. Diese gehen nun in das Rennen um den bundesweiten Titel. Es winken neben Anerkennung und öffentlicher Aufmerksamkeit auch wieder tolle Preise. Die Deutsche Bahn vergibt darüber hinaus erneut einen Sonderpreis an ein besonders innovatives Team. Moderiert wird die Veranstaltung von Jessica Schöne vom Kinderkanal KiKA.

Der Bundeswettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundes­ministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und wird von der Kultusministerkonferenz in der Liste der empfehlenswerten Schülerwettbewerbe geführt.

Als Medienvertreterin oder -vertreter sind Sie herzlich eingeladen, an der Preisverleihung teilzunehmen. Bitte melden Sie sich bei Interesse hier an. Bildmaterial sowie weitere Informationen stellen wir Ihnen gern kostenfrei zur Verfügung.

Der Wettbewerb

Mit durchschnittlich 5.000 Teilnehmenden gehört der Schülerwettbewerb zu einem der größten deutschlandweit. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler auf spielerische Art und Weise für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Die Wettbewerbsthemen wechseln jährlich und zeigen so die Vielseitigkeit des Bauingenieurberufs. Auf diesem Weg werben die Kammern für den Ingenieurberuf, um damit langfristig dem Fachkräftemangel in den technischen Berufen entgegenzuwirken.

„Junior.ING“ | Bundesweiter Schülerwettbewerb der Ingenieurkammern geht mit überragender Beteiligung ins Finale

„Junior.ING“ | Bundesweiter Schülerwettbewerb der Ingenieurkammern geht mit überragender Beteiligung ins Finale 800 600 Bundesingenieurkammer

Am 17. Juni 2022 um 11 Uhr ist es endlich soweit! Dann startet im Deutschen Technikmuseum in Berlin das feierliche Finale des diesjährigen bundesweiten Schülerwettbewerbes „Junior.ING“ der Ingenieurkammern. Unter dem Motto „Ideenspringen“ werden die besten Skisprungschanzen von Ingenieurtalenten an Grund- und weiterführenden Schulen prämiert. Aufgabe war es, eine funktionstüchtige Schanze zu planen und als Modell zu bauen. Trotz coronabedingter Einschränkungen an vielen Schulen beteiligten sich 3.164 Mädchen und Jungen mit 1.397 Modellen am aktuellen Wettbewerb.

In den vergangenen Monaten hatten bereits die teilnehmenden Ingenieurkammern der Länder ihre Siegerteams gekürt. Diese gehen nun in das Rennen um den bundesweiten Titel. Es winken neben Anerkennung und öffentlicher Aufmerksamkeit auch wieder tolle Preise. Die Deutsche Bahn vergibt darüber hinaus erneut einen Sonderpreis an ein besonders innovatives Team. Moderiert wird die Veranstaltung von Jessica Schöne vom Kinderkanal KiKA.

Der Bundeswettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundes­ministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und wird von der Kultusministerkonferenz in der Liste der empfehlenswerten Schülerwettbewerbe geführt.

Eine Auswahl der 30 Modelle, die es ins Finale geschafft haben. Foto: BIngK

Politischer Abend der Bundesingenieurkammer

Politischer Abend der Bundesingenieurkammer 2560 1707 Bundesingenieurkammer

Am 17. Mai 2022 fand nach zweijähriger coronabedingter Pause wieder der „Politische Abend“ der Bundesingenieurkammer in Berlin statt. 

Das Grußwort zur Eröffnung hielt Bundesbauministerin Klara Geywitz. Darin erklärte sie, wie ihr Haus den bevorstehenden großen Herausforderungen begegnen wolle. „Klimaschutz im Gebäudebestand und beim Neubau von Wohnraum ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Und dabei sind wir bereits mittendrin im Transformationszeitalter. Die effizienten und zukunftsweisenden Ideen vieler Planerinnen und Planer helfen uns, diese Herausforderungen anzugehen. Ich freue mich daher sehr, dass sich die Bundesingenieurkammer im Bündnis bezahlbarer Wohnraum engagiert. Der Berufsstand kann sich zudem auf sein Bundesbauministerium verlassen, wenn es darum geht, sich für die Belange der planenden Berufe einzusetzen“, so die Ministerin.

Auch der Präsident der Bundesingenieurkammer, Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, unterstrich die immense Bedeutung, die dem Berufsstand in der aktuellen Situation zukomme. „Wir freuen uns, dass Bundesbauministerin Geywitz die Wichtigkeit der planenden Berufe für die Transformation erkannt hat. Wir Ingenieurinnen und Ingenieure übernehmen Verantwortung für nachhaltige und zukunftsweisende Vorhaben und unterstützen die Bundesregierung nach Kräften. Wichtig ist aber, dass Qualität vor Geschwindigkeit geht. Es muss gewährleistet sein, dass die ergriffenen Maßnahmen auch nachhaltig sind. Projekte, die nur auf kurzfristige Erfolge setzen, helfen uns in der aktuellen Situation nicht“, so Dr.-Ing. Bökamp abschließend.  

Der Bau, die Instandhaltung und der Betrieb von Gebäuden und Ingenieurbauwerken verbrauchen fast ein Drittel aller Rohstoffe und annähernd 40 Prozent der Energie weltweit. Gleichzeitig wird aber deutlich mehr Wohnraum benötigt und es muss massiv in die Infrastruktur für die Zukunftsfähigkeit des Landes investiert werden. Wie aber lassen sich die ambitionierten Ziele erreichen, ohne dass die Ressourcen weiter im bisherigen Maße verbraucht werden? Hier sind neue Technologien und Ideen gefragt. Es braucht ein Umdenken in Richtung einer nachhaltigen Bauwirtschaft, um den „CO₂-Fußabdruck“ von Gebäuden und Bauwerken und deren Energieverbrauch massiv zu senken. Ingenieurinnen und Ingenieure stehen für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft mit ihrem Wissen gern bereit. 

Der Einladung der Bundesingenieurkammer waren rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Verbänden und den Ingenieurkammern der Länder gefolgt. 

-> Bilder der Veranstaltung bei Flickr.

Foto: © Christian Vagt

Wohnungsbau, Infrastruktur, Energiewende – wie nachhaltiges Planen und Bauen gelingen kann

Wohnungsbau, Infrastruktur, Energiewende – wie nachhaltiges Planen und Bauen gelingen kann 150 150 Bundesingenieurkammer

Am 17. Mai 2022 fand nach zweijähriger coronabedingter Pause wieder der „Politische Abend“ der Bundesingenieurkammer in Berlin statt. 

Das Grußwort zur Eröffnung hielt Bundesbauministerin Klara Geywitz. Darin erklärte sie, wie ihr Haus den bevorstehenden großen Herausforderungen begegnen wolle. „Klimaschutz im Gebäudebestand und beim Neubau von Wohnraum ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Und dabei sind wir bereits mittendrin im Transformationszeitalter. Die effizienten und zukunftsweisenden Ideen vieler Planerinnen und Planer helfen uns, diese Herausforderungen anzugehen. Ich freue mich daher sehr, dass sich die Bundesingenieurkammer im Bündnis bezahlbarer Wohnraum engagiert. Der Berufsstand kann sich zudem auf sein Bundesbauministerium verlassen, wenn es darum geht, sich für die Belange der planenden Berufe einzusetzen“, so die Ministerin.

Auch der Präsident der Bundesingenieurkammer, Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, unterstrich die immense Bedeutung, die dem Berufsstand in der aktuellen Situation zukomme. „Wir freuen uns, dass Bundesbauministerin Geywitz die Wichtigkeit der planenden Berufe für die Transformation erkannt hat. Wir Ingenieurinnen und Ingenieure übernehmen Verantwortung für nachhaltige und zukunftsweisende Vorhaben und unterstützen die Bundesregierung nach Kräften. Wichtig ist aber, dass Qualität vor Geschwindigkeit geht. Es muss gewährleistet sein, dass die ergriffenen Maßnahmen auch nachhaltig sind. Projekte, die nur auf kurzfristige Erfolge setzen, helfen uns in der aktuellen Situation nicht“, so Dr.-Ing. Bökamp abschließend.  

Der Bau, die Instandhaltung und der Betrieb von Gebäuden und Ingenieurbauwerken verbrauchen fast ein Drittel aller Rohstoffe und annähernd 40 Prozent der Energie weltweit. Gleichzeitig wird aber deutlich mehr Wohnraum benötigt und es muss massiv in die Infrastruktur für die Zukunftsfähigkeit des Landes investiert werden. Wie aber lassen sich die ambitionierten Ziele erreichen, ohne dass die Ressourcen weiter im bisherigen Maße verbraucht werden? Hier sind neue Technologien und Ideen gefragt. Es braucht ein Umdenken in Richtung einer nachhaltigen Bauwirtschaft, um den „CO₂-Fußabdruck“ von Gebäuden und Bauwerken und deren Energieverbrauch massiv zu senken. Ingenieurinnen und Ingenieure stehen für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft mit ihrem Wissen gern bereit. 

Der Einladung der Bundesingenieurkammer waren rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Verbänden und den Ingenieurkammern der Länder gefolgt. 

Die Bundesingenieurkammer (BIngK) vertritt die gemeinschaftlichen Interessen der 16 Länderingenieurkammern. Seit mehr als 30 Jahren setzt sie sich bundesweit und auf europäischer Ebene für die Belange von rund 45.000 Ingenieurinnen und Ingenieuren ein.

Kontakt:
Alexandra Jakob
Kommunikation & Presse
+49 (0) 30-2589 882-23
+49 (0)179-509 66 53
jakob@bingk.de
www.bingk.de

Die BIngK gratuliert Professor Werner Sobek zum Bundesverdienstkreuz am Bande

Die BIngK gratuliert Professor Werner Sobek zum Bundesverdienstkreuz am Bande 799 600 Bundesingenieurkammer

Am 17.05.2022 wurde Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. Werner Sobek für seinen jahrzehntelangen, nicht nachlassenden Einsatz für Forschung und Innovation mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Die Auszeichnung wurde ihm von der Wissenschafts- und Kunstministerin Baden-Württembergs, Theresia Bauer, verliehen. Die BIngK gratuliert Herrn Professor Sobek ganz herzlich zu dieser Ehrung.

Professor Werner Sobek gilt als einer der bedeutendsten Ingenieure und Architekten unserer Zeit. Er lehrte am Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) der Universität Stuttgart sowie in Harvard und am IIT in Chicago. Zudem gründete er ein weltweit tätiges Planungsbüro, dem er heute noch in beratender Funktion zur Seite steht. Darüber hinaus erhielt er eine Vielzahl in- und ausländischer Preise und Ehrungen.

2018 ging der Deutsche Ingenieurbaupreis für den Neubau des Testturms für Hochgeschwindigkeitsaufzüge in Rottweil an das Ingenieurbüro Werner Sobek Stuttgart AG. Bauherr des Projekts ist die ThyssenKrupp Business Service AG aus Essen. Der Staatspreis wird alle zwei Jahre in gemeinsamer Trägerschaft durch das Bundesbauministerium und die Bundesingenieurkammer ausgelobt und ist die bedeutendste Auszeichnung für Bauingenieure in Deutschland.

Foto: René Müller, Stuttgart

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